17.09.2014, 09:20 Uhr

Eine Zeitreise am Michelberg

Die Grundrisse der Vorgängerkirchen aus der frühen Neuzeit und dem Mittelalter wurden sichtbar gemacht. (Foto: privat)

Eröffnung einer permanenten Installation am 27. September

Bereits im Jahr 2010 wurde am Michelberg damit begonnen, die dort vermuteten Kirchenbauten archäologisch zu untersuchen. Es galt, die bereits von dem aus Haselbach stammenden Historiker Thomas Ebendorfer (1388–1464) genannten Vorgängerbauten der Barockkirche zu entdecken und möglichst umfassend zu erforschen. Vier Bauphasen konnten eindeutig festgestellt werden: Eine romanische Chorquadratkirche mit Westturm, einen spät- oder endmittelalterlichen Südturm, eine frühneuzeitliche und eine barocke Kirche. Rund um die Kirchenbauten wurden zahlreiche Gräber, vor allem von Kleinkindern gefunden, deren Hintergrund nicht geklärt werden konnte.
Die Grundrisse der Barockkirche, der Vorgängerkirchen aus der frühen Neuzeit und dem Mittelalter sowie der Bauten aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges wurden in ihrer tatsächlichen Dimension durch eingefärbte Betonflächen sichtbar und erfahrbar gemacht. Es entsteht ein begehbarer 1:1-Plan, der die Fundamente bzw. Mauern aufgreift und anhand seiner farblichen Differenzierung die Erkenntnisse der Archäologie und Bauforschung vermittelt. Das Kunstwerk orientiert sich an den tatsächlichen Funden. Die Eröffnung der permanenten Installation auf dem Michelberg von Stefan Klampfer findet am Samstag, den 27. September, um 15:00 Uhr direkt bei der Ausgrabungsstätte statt.
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