31.01.2018, 13:43 Uhr

Semesterferien: Was man bei der Fahrt in den Ski-Urlaub beachten sollte

Vorsicht beim Beladen des Fahrzeugs: Ungesicherte Ski und Skischuhe werden mitunter zu gefährlichen Geschossen. (Foto: ÖAMTC)

Tipps vom ÖAMTC: So packt man das Auto richtig

BEZIRK KORNEUBURG / LANGENZERSDORF. Für viele Familien steht in den kommenden Wochen der Ski-Urlaub vor der Tür. Beim Bepacken des Autos sind einige jedoch leichtsinnig. "Skischuhe auf der Rücksitzbank, Ski und Snowboard ungesichert auf dem umgeklappten Sitzen – was man da teilweise sieht, ist wirklich gefährlich", weiß Langenzersdorfs ÖAMTC-Stützpunktleiter Reinhard Kandler.

Skischuh als 100 Kilo-Geschoss

"Ungesicherte Ladung kann schon bei einem Frontalcrash mit rund 50 km/h Belastungen erzeugen, die dem 50-fachen des Eigengewichts entsprechen. Dann prallt ein 2 kg schwerer Skischuh mit einer Wucht von bis zu 100 kg auf einen Fahrzeuginsassen." Mit höherer Geschwindigkeit potenziert sich die Gefahr sogar – doppelte Geschwindigkeit bedeutet also vierfache Aufprallenergie.

Strafen bei ungesicherter Ladung im Auto

Nicht gesicherte Ladung kann auch strafbar sein. "Bis zu 5.000 Euro sind möglich. Außerdem kann die Weiterfahrt verboten werden", erklärt Kandler.
Verstöße gegen die Ladungssicherungspflicht werden sogar mit einer Vormerkung geahndet, wenn die Verkehrssicherheit gefährdet wurde. "Eine Tasche auf dem Rücksitz gehört hier nicht dazu. Sehr wohl aber etwa eine falsch beladene Dachbox, die sich selbständig macht, auf der Straße landet und den Nachfolgeverkehr gefährdet", so der Experte.

Tipps: Ski auf’s Dach, Skischuhe in den Kofferraum, Zurrgurte verwenden

  • Schweres in den Kofferraum und nach unten: "Koffer und Taschen gehören im Kofferraum möglichst weit unten an der Rückseite der hinteren Sitzbank platziert oder im hinteren Fußraum", erklärt Kandler. Auf der Hutablage sollte gar nichts liegen, auf Rücksitzen nur, wenn es mit Zurr- oder Sicherheitsgurten gesichert ist. Werden Ski oder Snowboard im Innenraum transportiert, sollten die Kanten abgedeckt werden (Skisack oder Decke).
  • Sperriges auf’s Dach: Sicherer werden Gegenstände wie Ski oder Snowboards am Autodach transportiert – in einer Dachbox oder auf einem geeigneten Skiträger. Allerdings muss man auch in der Dachbox die Ladung verzurren. "Ohne stabile Spanngurte zur Fixierung des Inhalts der Dachbox kann das Ladegut in einer kritischen Fahrsituation zur Gefahr werden", warnt Kandler. Bei Beladen muss man die maximal zulässige Nutzlast der Dachbox sowie die erlaubte Dachlast des Autos beachten.
  • Zurrgurte verwenden: Schwere Gegenstände sollten immer mit Zurrgurten oder -netzen gesichert werden. Bei neueren Fahrzeugen sind Zurrgurte, wo man die Gurte anhängen kann, serienmäßige.
  • Lose Teile abdecken: "Taschen, die lose Teile enthalten, sollten verschlossen oder zugedeckt werden." Bei Fahrzeugen mit Fließheck sorgen Sicherheitsnetze und Trenngitter für zusätzliche Sicherheit.
  • Freie Sicht: Wichtig ist beim Packen auch, dass die Sicht frei bleibt. "Der 3-S-Blick also über Innenspiegel, Außenspiegel und über die Schulter muss möglich sein", so der Tipp des Langenzersdorfer Stützpunktleiters.
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