Causa Mauterner Brücke
ÖVP fordert neue Donaubrücke & Denkmal für die alte Brücke

VP-Stadtparteiobmann Martin Sedelmaier, VP-Stein-Gemeinderätin Edith Gruber, VP-Vizebürgermeister Dr. Florian Kamleitner und der Obmann der Hauerinnung Krems-Stein Johann Resch | Foto: VP Krems
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Die Diskussionen um die Donaubrücke Stein-Mautern halten seit Wochen an. Nun äußert sich die ÖVP Krems zur Causa Donaubrücke.

KREMS. VP-Vizebürgermeister Dr. Florian Kamleitner bekräftigt: „Die einzig sinnvolle, dem Ortsbild entsprechende und wirtschaftlich vertretbare Lösung ist eine neue, moderne und ident aussehende Brücke wenige Meter stromaufwärts zur bestehenden Brücke, die dem Verkehr des 21. Jahrhunderts gerecht wird mit breiterer Fahrbahn, Rad- und Fußweg.“ Er schlägt vor, das eingesparte Geld für die Umsetzung eines Fuß- und Radwegs bei der Eisenbahnbrücke zu verwenden.

Denkmal oder Mahnmal

Nach der Fertigstellung der neuen Brücke soll die alte Donaubrücke rückgebaut und in ein Denkmal oder Mahnmal umgewandelt werden. Kamleitner betont: „Ich bin bekennender Denkmalschützer und gerade unsere Region ist durch die Bewahrung historischer Bausubstanz so unvergleichlich und lebenswert. In Bezug auf die bestehende Brücke erachte ich die Geschichte als denkmalwürdig, nicht jedoch den verrosteten Stahl. Aus diesem Grund würde ich begrüßen, wenn das Bundesdenkmalamt, Historiker und Touristiker gemeinsam ein echtes Denkmal für künftige Generationen setzen würden.“ Er erinnert daran, dass die Geschichte der Brücke Teil der kriegsgeprägten Vergangenheit der Region ist, die nicht in Vergessenheit geraten darf. Kamleitner verweist auch auf das kleine Materl, das für die ursprüngliche Holzbrücke errichtet wurde.

Kamleitner lehnt den Vorschlag einer 2-Brücken-Lösung entschieden ab. „Zum Ersten ist dieser Vorschlag der allerteuerste und zum Zweiten kann der Status als Welt-Kulturerbe-Region gefährdet sein,“ so Kamleitner. Er weist darauf hin, dass auch bei einer 2-Brücken-Lösung die bestehende Brücke saniert und für den Schiffsverkehr angehoben werden müsste, was immense Kosten verursachen würde. Zudem betont er, dass die Wartung von zwei Brücken zusätzliche finanzielle Belastungen mit sich bringen würde, die weder das Land Niederösterreich noch die Bürgerinnen und Bürger von Krems tragen sollten. Kamleitner betont: „Eine baugleiche, neue Brücke würde das Erscheinungsbild der Region bewahren. Hingegen will ich mir eine neumoderne Betonbrücke für unsere schöne Region gar nicht erst vorstellen.“

Fährbetrieb abgelehnt

Auch den Vorschlag eines Fährbetriebs lehnt Kamleitner kategorisch ab: „Fakt ist, es gibt nur einen Verantwortlichen, wenn die Verbindung Stein-Mautern für Jahre um Jahrhunderte zurückgeworfen wird. Der Vorschlag mit der Fähre kann nur ein schlechter Witz gewesen sein. Eine derartige Beeinträchtigung für Schülerinnen und Schüler, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Wirtschaftsbetriebe und Landwirtinnen und Landwirte der Region, die die Kulturregion auf beiden Seiten bewirtschaften, ist nicht tolerierbar.“ Er unterstützt den übergreifenden Widerstand der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Region gegen diesen Vorschlag.

Rasche Lösung gefordert

Kamleitner fordert eine rasche Lösung und betont: „Fakt ist auch, dass nur gemeinsam mit dem Bundesdenkmalamt eine vernünftige Lösung herbeigeführt werden kann. Und das so rasch wie möglich, denn die Donaubrücke ist in einem sehr schlechten Zustand.“ Er ruft die Verantwortlichen, insbesondere das Bundesdenkmalamt und das Land Niederösterreich, dazu auf, schnell zu einer vernünftigen Lösung zu kommen: „Es geht um eine Lösung für Jahrzehnte und vor allem um die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger.“

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