„Achtung Zebra!“ auf den Landstraßer Schutzwegen

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(net). In den Bereichen Planung, Bau und Überwachung arbeitet die Stadt dazu eng mit den Verkehrssicherheitsorganisationen und der Wiener Polizei zusammen. Auch der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) bestätigte kürzlich den positiven Effekt dieser Zusammenarbeit: sämtliche 23 Wiener Gemeindebezirke zählen zu den verkehrssichersten Bezirken Österreichs. „Parallel zu den von uns gesetzten Maßnahmen, ist vor allem die Bewusststeinsbildung, wie man sich im Straßenverkehr am sichersten fortbewegt, entscheidend“, betont Verkehrsstadtrat Rudi Schicker. Das gilt besonders für die Benützung von Zebrastreifen. „Zwar verzeichnete die Wiener Unfallstatistik in den letzten Jahren, teils deutliche Rückgänge, die Unfälle von Fußgängerinnen und Fußgängern auf Schutzwegen sind aber leider angestiegen“, berichtet der Stadtrat.

Aktion in der Landstraße
Aus diesem Grund startet Stadtrat Schicker nun vor Schul­beginn auch in der Landstraße die Schutzweg-Aktion „Achtung Zebra!“. Sie soll den Autofahrer wieder ihre Pflichten in Erinnerung rufen und denjenigen, die zu Fuß unterwegs sind, insbesondere Schulkindern, wichtige Tipps geben, damit sie den Zebrastreifen sicher überqueren können. „Unsere Zielsetzung bleibt aufrecht. Bis 2020 wollen wir die Verkehrsopfer auf Wiens Straßen um die Hälfte reduziert haben“, gibt Schicker die Marschrichtung vor. Langfristig bleibt natürlich die „Vision Zero“ das Ziel, also keine Todesopfer im Straßenverkehr.

Vierzig Prozent Steigerung
Der Trend in der Wiener Unfallbilanz setzt sich die letzten Jahre kontinuierlich fort – die Anzahl der Verletzten und Getöteten im Straßenverkehr ist rückläufig. Allein in den vergangenen vier Jahren betrug der Rückgang 19,2 Prozent. Eine ähnliche Entwicklung gibt es bei den Fußgängerunfällen in Wien. Seit 2003 reduzierte sich deren Anzahl um rund fünf Prozent und sank durch die Einführung des Wiener Verkehrssicherheitsprogramms 2005 schließlich um 8,5 Prozent. Diesen rückläufigen Zahlen steht allerdings seit 2003 eine rund vierzig-prozentige Zunahme an Unfällen auf Schutzwegen gegenüber. Das bedeutet, dass etwa ein Drittel aller Unfälle mit Fußgängerinnen und Fußgängern auf Zebrastreifen passiert.

Ampelregelung als Gefahr?
Die Statistik macht es sehr deutlich: Sechzig Prozent der Fußgängerunfälle auf Zebrastreifen ereignen sich auf ampelgeregelten Schutzwegen. „Viele Autofahrerinnen und Autofahrer sind sich oft nicht bewusst, dass Fußgängerinnen und Fußgänger auf Schutzwegen grundsätzlich Vorrang haben. Andererseits müssen auch Fußgänger und Radfahrer für die Gefahren auf Schutzwegen sensibilisiert werden. Das ist das Ziel unserer Aktion ‚Achtung Zebra – Schauen rettet Leben‘“‚ erklärt der SP-Stadtrat.

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