Der Mensch im Mittelpunkt

Andrea Heiden hat mit ihrer Familie zwei Jahre als Organisationsberaterin von „Horizont 3000“ in Uganda verbracht.
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  • Andrea Heiden hat mit ihrer Familie zwei Jahre als Organisationsberaterin von „Horizont 3000“ in Uganda verbracht.
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Schon als 13-Jährige hat Andrea Heiden gewusst, dass sie später in der Dritten Welt Menschen helfen will.

Nach dem Studium zur Diplom-Geografin absolvierte Heiden ein Akademikertraining bei „Horizont 3000“ – und blieb dabei.

Das ist nun fast zehn Jahren her. Fachlich hat sie sich auf Tropenökologie, sanften Tourismus und Umweltschutz spezialisiert und organisiert heute in der Zentrale als Projektreferentin Einsätze in Mosambik, dem Süd-Sudan und auf den Philippinen. Mehrere Wochen im Jahr ist sie dann vor Ort, um die Teams bei ihrer Arbeit organisatorisch zu begleiten.

Ziel ist, sich selbst am Ende überflüssig zu machen
Entwicklungszusammenarbeit ist für sie nicht nur Beruf, sondern Berufung. 2006 entschloss sich die ganze Familie samt Sohn Samuel, damals sieben Jahre alt, für zwei Jahre nach Uganda zu gehen. „Es war für alle eine großartige Erfahrung. Während ich 60 km außerhalb meinen Job machte, wuchsen Vater und Sohn daheim in Kampala so richtig zusammen.“

Heiden war als Organisationsberaterin der Diözese Kasana-Luweero tätig und führte in den zwei Jahren das 14-köpfige einheimische Projektteam in die Selbstständigkeit. „Die intensive Schulung, Beratung und Unterstützung beim Aufbau einer eigenen, modernen Organisationsentwicklung hat den Zweck, sich am Ende überflüssig zu machen“, erzählt sie mit einem Lächeln. „Dann hat man seine Aufgabe erfüllt, dass das Team vor Ort erfolgreich weiterarbeiten kann.“

Bis heute besteht der Kontakt zu „ihren Ugandesen“, Samuel ist noch mit drei Schulkollegen von damals dick befreundet und will seine Erfahrungen dort nicht missen. „Man muss sich auf die Menschen, ihre Bedürfnisse und Sichtweisen einlassen, sonst kommt man nicht zurecht“, ist sie überzeugt.

Die Gelassenheit und Bescheidenheit hat ihre Familie aus Afrika mit nach Hause in die Leopoldstadt genommen, wo sie seit 16 Jahren wohnt.
„Das ist vielleicht der größte Schatz“, gesteht Heiden, die nicht ausschließt, wieder einmal ihren derzeitigen Bürosessel mit einem mehrjährigen Aufenthalt in einem Entwicklungsland zu tauschen. Info für Bewerber unter: Horizont 3000

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