Initiative fodert Verkehrsberuhigung in Liesing
Endresstraße als 30er-Zone

Dutzende Anrainer forderten bei einer Rad-Demo eine verkehrsberuhigte Endresstaße.
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  • Dutzende Anrainer forderten bei einer Rad-Demo eine verkehrsberuhigte Endresstaße.
  • Foto: Höbart
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Eine Bürgerinitiative fordert eine zusätzliche verkehrsberuhigte Zone in Liesing. Argumente dafür gibt es.

LIESING. Die Endresstraße ist eine der Lebensadern des 23. Bezirks und als Durchzugsstraße ausgesprochen beliebt. Das sorgt allerdings für Konflikte. Viele Autofahrer – ein Lokalaugenschein bestätigte dies deutlich – neigen dazu, die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 Kilometern pro Stunde nur als Empfehlung zu sehen. Eine Bürgerinitiative möchte diese Zustände nun ändern und plädiert für die Einrichtung einer 30er-Zone.

Trotz strömenden Regens gaben einige Dutzend Anrainer bei einer Fahrrad-Demo zwischen dem Kirchenplatz in Atzgersdorf und dem Maurer Hauptplatz ihrer Forderung Ausdruck. Lautstark verlangten sie eine Reduktion der Höchstgeschwindigkeit auf maximal 30 Stundenkilometer für die gesamte Endresstraße sowie einen Radweg, damit der Gehsteig ausschließlich von Fußgängern benutzt werden kann.

Angelika Friedl, eine Mitorganisatorin der Demo, meint dazu: "Die Endresstraße bringt ihren Bewohnern mehr Lebensqualität, wenn Tempo 30 gilt. Das kann durch Bodenwellen und deren intelligente Nutzung sowie Geschwindigkeitskontrollen erreicht werden. Radfahrer benötigen mehr Platz. Ein durchgängiger Radweg verhindert, dass der Gehsteig von erwachsenen Radfahrern benützt wird, die auf der Straße bedrängt werden."

Petition aufgelegt

Gründe für eine verkehrsberuhigte Zone finden sich. So sind auf der Endresstraße täglich zahlreiche Schul- und Kindergartenkinder unterwegs. Viele Fahrradfahrer fahren auf dem Gehsteig, weil es auf der Straße zu bedrohlich ist. Für alle wird es gefahrloser, wenn Tempo 30 gilt. Auch die Lärmbelastung würde sich deutlich reduzieren. Studien würden eine Reduktion der Belastung um bis zu 50 Prozent belegen. "Die Luftqualität würde verbessert und damit stiege die Lebensqualität im Bezirk", argumentieren die Organisatoren der Demo. Sie haben auch eine Petition ins Leben gerufen. Interessierte können sie unter www.mein.aufstehn.at unterschreiben.

Claudia Höbart (Grüne) hat durchaus Verständnis für dieses Anliegen: "Wir unterstützen den vielfachen Wunsch nach einer verkehrsberuhigten Endresstraße. Im September haben wir in der Bezirksvertretung einen Antrag dazu eingebracht. Nun liegt es an der Verkehrskommission, dem Wunsch vieler großer und kleiner Bewohner nach mehr Verkehrssicherheit und weniger Lärm nachzukommen."

Von Seiten des Bezirks wird reagiert: "Wir lassen die Situation von den Verkehrssicherheitsexperten gerne prüfen. Ich habe auch alle Anrainer eingeladen, an einem Runden Tisch teilzunehmen, um gemeinsam zu besprechen, wie das Problem gelöst werden kann", betont Bezirksvorsteher Gerald Bischof (SPÖ). Wie die Gründer der Initiative meinen, wird es Zeit, in dieser Sache Gas zu geben. Aber nur dort.

Autor:

Ernst Georg Berger aus Hernals

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