Rettung für den Pappelteich?

Nur wenige Meter neben dem Pappelteich gebe es ein vertrocknetes Bachbett, das wiederbelebt werden könnte, meint Ernst Paleta.
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Eine Möglichkeit zur Rettung des Pappelteichs ist für Ernst Paleta die Bohrung nach alten Quellen.

LIESING. Vor Kurzem hat die bz über die Austrocknung des Pappelteichs berichtet. Aufgrund des heißen Sommers und der langen Dürreperiode, die damit einhergegangen ist, ist der Erholungsort in Mauer versumpft.
Die Seerosen sind verschwunden. Grauer Matsch, wo früher die Heimat von Amphibien und Wasserpflanzen war, ist geblieben. Durch den Regen der vergangenen Tage ist der künstlich angelegte Teich zwar wieder aufgefüllt worden, die Ursache des Problems aber bleibt.

Einen Vorschlag zur Bewältigung dieses Problems hat Ernst Paleta vom Kulturkreis 23. "Ich kann mich noch daran erinnern, wie wir als Kinder oft am Pappelteich gespielt haben. Damals wurde der Teich durch eine Quelle aufgefüllt, die nur wenige Meter daneben liegt", so Paleta.

Vor einigen Jahrzehnten sei die Quelle in Beton gefasst und somit der Zufluss gestoppt worden. Eine Senke zwischen zwei Hügeln deutet heute noch jene Stelle an, wo in den 1960er-Jahren nach starkem Regen oder durch Schneeschmelze ein Bächlein geflossen ist. Nun sieht der Ur-Liesinger eine Möglichkeit, die Quelle samt Bachlauf wiederzubeleben.

Lösung des Problems?

Mauer hatte früher eine Ortswasserleitung. Das Quellgebiet dieser soll sich laut Paleta in der unmittelbaren Umgebung des Pappelteichs befinden – und möglicherweise die Lösung für das Problem sein. "Mauer liegt am Pappelteich und rundherum liegt Österreich. Wenn es ihn nicht mehr gäbe, müssten wir dieses Sprichwort ändern. Das wäre traurig. Ich bin überzeugt, dass man mit nur wenigen Probebohrungen in diesem Gebiet sofort auf Grundwasser stoßen würde", zeigt sich Paleta zuversichtlich.

"Die Quelle wäre wieder reaktiviert, das Bachbett wieder da und der Teich somit gerettet." Mittlerweile wurde von dem Liesinger Alfred Österreicher die Facebook-Gruppe "Rettet den Pappelteich" ins Leben gerufen, in der genau solche Lösungsvorschläge diskutiert werden sollen.


Doch keine Quelle?


Die MA 45 Wiener Gewässer sieht aufgrund des Regens kein Pro-blem mehr am Pappelteich. "Das Risiko, dass ein Teich austrocknet, ist leider durch den Klimawandel immer gegeben", so die MA 45. Von möglichen Plänen zur Befüllung wisse man noch nichts, auch nicht von der Existenz einer Quelle. Dennoch lädt die MA 45 die Bürger dazu ein, alle Ideen mit ihr persönlich zu besprechen.

Ob sich der Vorschlag von Paleta umsetzen lässt, wird die Zeit zeigen. Dass der Teich in Zukunft im Sommer zum Sumpf wird, ist für die Liesinger aber keine Option.

Nur wenige Meter neben dem Pappelteich gebe es ein vertrocknetes Bachbett, das wiederbelebt werden könnte, meint Ernst Paleta.
Die gefasste Quelle, die einst den Teich gespeist haben soll, liege nur wenige Meter neben dem Pappelteich.

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