Musikprojekt
Verborgene Klänge werden am Rosenhügel zum Leben erweckt

Junge Künstlerinnen und Künstler erwecken Kompositionen aus Frauenhand zum Leben. "Hidden Harmonies" heißt das Projekt in der "Synchron Stage Vienna".  | Foto: Heinz Zeggl
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  • Junge Künstlerinnen und Künstler erwecken Kompositionen aus Frauenhand zum Leben. "Hidden Harmonies" heißt das Projekt in der "Synchron Stage Vienna".
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Im Tonstudio "Synchron Stage Vienna" in den ehemaligen Filmstudios am Rosenhügel werden österreichische Komponistinnen und ihre Werke vor den Vorhang geholt. 

WIEN/LIESING. Kaum gehörte, bislang verborgene Musik erklingt seit knapp einem Jahr auf dem Gelände der ehemaligen Rosenhügel-Filmstudios. In dem dazugehörigen Tonstudio wurde damals Filmmusik produziert und später auch Klassik-Aufführungen etwa mit Herbert von Karajan aufgenommen. Die Räumlichkeiten im denkmalgeschützten Gebäude in der Engelshofengasse 2 wurden renoviert und sind seit 2015 unter dem Namen "Synchron Stage Vienna" in Betrieb. Seitdem werden dort Kammermusik und große Symphonieorchester-Werke, Film- und Fernsehmusik bis zu Sounds für Videospiele aufgenommen – und seit 2023 auch aus Frauenhand komponierte Kammermusik.

Die Räumlichkeiten im denkmalgeschützten Gebäude in der Engelshofengasse 2 wurden renoviert und sind seit 2015 unter dem Namen "Synchron Stage Vienna" in Betrieb.  | Foto: Heinz Zeggl
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Initiator des Projekts mit dem Titel "Hidden Harmonies" ist der Leiter des Tonstudios Herbert Tucmandl. "Ich war auf der Suche nach einer neuen Aufgabe, die Relevanz hat", sagt er bei der Präsentation des Vorhabens. Vor zwei Jahren begann ein von ihm zusammengestelltes Team, die "Hidden Harmonies", also verborgene Werke von österreichischen Komponistinnen aus der Vergangenheit, aufzuspüren.

Musik auf Online-Plattform

Diese musikalischen Schätze werden jetzt aufgenommen. Die Geschichte der Künstlerinnen wird zudem erfasst und auf einer Online-Plattform zugänglich gemacht. Darauf sind auch schon einige Aufnahmen zu hören und zu sehen, mehr sollen folgen. Gemacht ist das Ganze für alle Interessierten, aber auch für Vertreterinnen und Vertreter der Branche. "Diese Plattform soll es Konzertveranstaltern erleichtern, die Werke der Komponistinnen in ihr Programm aufzunehmen", so Tucmandl.

Stefan Mendl, Sylvia Sagmeister und Herbert Tucmandl (v.l.). | Foto: Heinz Zeggl
  • Stefan Mendl, Sylvia Sagmeister und Herbert Tucmandl (v.l.).
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Für die Erforschung der Geschichte der Komponistinnen zeichnet die Musikexpertin Sylvia Sagmeister verantwortlich. Konkret geht es um neun Künstlerinnen: Josepha von Auernhammer (1758-1820), Maria Bach (1896-1978), Julie von Baroni-Cavalcabò (1813-1887), Leopoldine Blahetka (1809-1885), Kitty von Escherich (1855-1916), Maria Anna Gary (1903-1992), Petronella Göring (1906-1968), Johanna Müller-Hermann (1868-1941) und Vilma von Webenau (1875-1953). "Ihr Werk wurde damals im besten Fall ignoriert, manchmal auch verhindert", so Sagmeister. Gemeinsam mit Aufnahmeleiter Stefan Mendl erfolgte die Auswahl der Komponistinnen und ihrer Werke. Die Noten wurden in der Österreichischen Nationalbibliothek und der Wiener Stadtbibliothek aufgespürt.

Das erste Mal gehört

Die musikalischen Schätze werden seit Sommer 2023  von Studierenden der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zum Leben erweckt, denn Mendl unterrichtet dort. Ein Stück von Petronella Göring sei damit das erste Mal hörbar gemacht worden, merkt Sagmeister an.

 Die Beteiligten hoffen auf große Resonanz und Unterstützung – damit auch irgendwann bislang ungehörte Symphonien ertönen.  | Foto: Heinz Zeggl
  • Die Beteiligten hoffen auf große Resonanz und Unterstützung – damit auch irgendwann bislang ungehörte Symphonien ertönen.
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Das Projekt wird zur Gänze eigenfinanziert. Die Beteiligten hoffen jetzt auf große Resonanz und Unterstützung – damit auf die wiederbelebte Kammermusik auch bislang ungehörte Symphonien folgen können. Die Plattform findest du auf www.hiddenharmonies.at

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