Liesing
Wien Kanal heizt neue Unternehmenszentrale mit Abwasser

Bezirksvorsteher Gerald Bischof, Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky und Wien-Kanal-Direktor Andreas Ilmer (v.r.) beim Besuch in der neuen Unternehmenszentrale in Inzersdorf. | Foto: Markus Spitzauer
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  • Bezirksvorsteher Gerald Bischof, Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky und Wien-Kanal-Direktor Andreas Ilmer (v.r.) beim Besuch in der neuen Unternehmenszentrale in Inzersdorf.
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240 klimafreundliche Arbeitsplätze gibt es nun in der neuen Unternehmenszentrale von Wien Kanal in Liesing. Ein Wärmetauscher mit 185 Metern spart dabei viel Energie.

WIEN/LIESING. Vom 3. in den 23. Bezirk übersiedelt ist Wien Kanal: Die neue Unternehmenszentrale in der Großmarktstraße 5 bietet nicht nur 240 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz, sondern wird mittels eines 185 Meter langen Wärmetauschers auch aus dem Kanalnetz geheizt und gekühlt. Mit der Übersiedlung schließt Wien Kanal seine Standortstrategie ab, mit der Kosten gesenkt werden und die außerdem ganz im Zeichen des Klimaschutzes steht.

Großmarktstraße 5 lautet die Adresse der neuen Unternehmenszentrale von Wien-Kanal. | Foto: Markus Spitzauer
  • Großmarktstraße 5 lautet die Adresse der neuen Unternehmenszentrale von Wien-Kanal.
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„Wien Kanal spart durch diese nachhaltigen Investitionen einerseits Kosten, andererseits ist dies auch ein wertvoller Beitrag für den Klimaschutz", freut sich Bezirksvorsteher Gerald Bischof (SPÖ). Wien-Kanal-Direktor Andreas Ilmer ergänzt, "dass wir neben den ökologischen Vorteilen mit der Energiegewinnung aus Abwasser bis zu 100.000 Euro an Energiekosten sparen.“

Technik kommt aus Österreich

Installiert wurde die Wärmetauscher-Anlage übrigens von den Umwelttechnik-Experten des Familienbetriebes Rabmer aus Oberösterreich, einer Spezialfirma auch in den Bereichen Umwelttechnologie sowie Hoch- und Tiefbau.

Bei der Gewinnung von Energie aus dem Abwasser ist Wien Kanal Vorreiter. Seit 2006 gewinnt die österreichweit erste Anlage Energie aus dem öffentlichen Abwassernetz für die bereits bestehenden Gebäude am Standort der ehemaligen Kläranlage Blumental. Für die neue Unternehmenszentrale wurde die Anlage umfassend erweitert. Das Bürogebäude wird zu 100 Prozent mit dieser alternativen und erneuerbaren Energieform versorgt. Ein Wärmetauscher im Kanal entzieht dem Abwasser Wärme oder Kälte, um das Gebäude im Sommer zu kühlen und im Winter zu heizen.

Nachhaltig statt fossil

Auch das Gebäude selbst trägt zur Energieoptimierung bei, etwa mit einem Sonnenschutz, der sich automatisch verstellt. Gräser und Kräuter am Dach verringern die Aufheizung in Hitzesommern. Eine Photovoltaik-Anlage produziert rund 150.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr – etwa so viel wie 40 Zweipersonen-Haushalte. „Unser Motto ist: Raus aus Gas!", sagt Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ). "Mit der Nutzung des Abwassers fürs Heizen und Kühlen treiben wir die Energiewende voran."

Aus Abwasser wird im Blumental viel Energie zum Heizen und Kühlen erzeugt. | Foto: Markus Spitzauer
  • Aus Abwasser wird im Blumental viel Energie zum Heizen und Kühlen erzeugt.
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Am Standort Blumental in Liesing heizt und kühlt das Abwasser mehr als 8.000 Quadratmeter Fläche, Arbeitsplatz für 240 Mitarbeiter*innen. Dafür wurden insgesamt 185 Meter Wärmetauscher im Kanal verbaut, mit denen mehr als 700 Kilowatt Heizleistung und 600 Kilowatt Kühlleistung gewonnen werden können. Das entspricht in etwa der Heizleistung von bis zu 100 Einfamilienhäusern oder der Leistung von fast 5.000 haushaltsüblichen Kühlschränken.

„Die neue Unternehmenszentrale von Wien Kanal ist ein weiterer intelligenter Energiebaustein unserer Stadt, der zeigt, wie mittels Wärmetauscher Energie aus dem Abwasser genutzt werden kann, sowohl im Winter als auch im Sommer", sagt Neos-Energiesprecher Stefan Gara.

Über Wien Kanal

Mit einer Leitungslänge von mehr als 2.500 Kilometer ist Wien Kanal Österreichs größter Kanalnetzbetreiber. Täglich wird etwa eine halbe Milliarde Liter Abwasser von 1,9 Millionen Menschen und 170.000 Gebäuden sicher und umweltgerecht zur Kläranlage in Simmering transportiert.

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Bezirksvorsteher Gerald Bischof, Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky und Wien-Kanal-Direktor Andreas Ilmer (v.r.) beim Besuch in der neuen Unternehmenszentrale in Inzersdorf. | Foto: Markus Spitzauer
Aus Abwasser wird im Blumental viel Energie zum Heizen und Kühlen erzeugt. | Foto: Markus Spitzauer
240 nachhaltige Arbeitsplätze gibt es in der neuen Unternehmenszentrale von Wien Kanal. | Foto: Markus Spitzauer
Großmarktstraße 5 lautet die Adresse der neuen Unternehmenszentrale von Wien-Kanal. | Foto: Markus Spitzauer
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