26.07.2017, 08:24 Uhr

Traviatagasse: Mit dem Streifenwagen auf Schürzenjagd?

Sind täglich in der Hundezone Traviatagasse unterwegs: Gerd Puwein, Stefanie Stutzig und Otmar Bär (v.li.).

Hundebesitzerinnen kritisieren unangebrachtes Verhalten von Exekutivbeamten in der Traviatagasse.

LIESING. Schwerwiegende Vorwürfe von Hundebesitzerinnen in der Traviatagasse: Die Polizei kontrolliert täglich mehrmals das Areal. Dabei scheint sie jedoch nicht nur auf der Suche nach Gesetzesübertretungen zu sein, sondern öfter auch unprofessionelles Interesse an weiblichen Hundebesitzerinnen zu haben. Damen, die alleine mit dem Hund unterwegs sind, fühlen sich von der Art der "vorwiegend jungen Polizisten" belästigt. Manche Beamte würden "richtig Gas geben" wenn sie eine junge Frau mit zwei ungefährlichen Hunden sehen würden, so Anrainerin Stefanie Stutzig.

Dafür hat man bei der Landespolizeidirektion Wien überhaupt kein Verständnis. "Wenn es zu derartigen Vorfällen kommt, dann sollte sich die betreffende Person das Kennzeichen des Streifenwagens notieren und damit zu uns kommen. Wir tolerieren das selbstverständlich nicht", sagt Pressesprecherin Michaela Rossmann.

Wegen der häufigen Bestreifung gibt es aber nicht nur Beschwerden von Frauen. "Ich muss mich nicht von Polizisten wie ein 'Rotzbua' beamtshandeln lassen, nur weil mein Hund nicht an der Leine ist", sagt beispielsweise Gerd Puwein. Der Hundebesitzer hat grundsätzlich Verständnis dafür, dass die Polizei Nachschau hält. Mit einem gewissen Respekt sollten die Beamten jedoch sehr wohl auftreten, so Puwein.

Patrouille im Streifenwagen

Viele dieser Kontrollen würden mit dem Auto erfolgen – die Wiese sieht dementsprechend beansprucht aus. "Warum nutzt die Polizei nicht die Möglichkeit, zu Fuß die Wiese zu patrouillieren? Dabei könnte auch Vertrauen hergestellt werden", sagt Puwein. Schließlich sei es doch zielführend, dass Bürger und Polizei in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen. Seitens der Bezirksvorstehung heißt es, dass es sich hier um ein relativ einsames Gebiet handle. Deswegen werde in den Abendstunden vermehrt kontrolliert. Die Hundebesitzer sind der Meinung, dass die Nachschau vorwiegend dazu diene, die Leinenpflicht zu kontrollieren.

Laut LPD Wien werde die Hundezone öfter kontrolliert, da es zahlreiche Anrainerbeschwerden gab. In welcher Form Amtshandlungen allerdings zu erfolgen haben, sei nicht vorgeschrieben, heißt es aus der Pressestelle.
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Ge Ba aus Liesing | 26.07.2017 | 16:50   Melden
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