Tobias Höglinger
„Sind erfolgreich wenn wir die Wahlkämpfe von unten führen“

Der scheidende Bezirksparteivorsitzende Hermann Krist und SP-Landesvorsitzende Birgit Gerstorfer gratulierten dem neuen SP-Bezirkschef Tobias Höglinger (v. l. n. r.).
  • Der scheidende Bezirksparteivorsitzende Hermann Krist und SP-Landesvorsitzende Birgit Gerstorfer gratulierten dem neuen SP-Bezirkschef Tobias Höglinger (v. l. n. r.).
  • Foto: Andreas Maringer/eventfoto.at
  • hochgeladen von Klaus Niedermair

Der neue SP-Bezirksparteivorsitzende Tobias Höglinger aus Leonding über gesetzte Corona-Maßnahmen und die Gemeinderatswahl 2021.

Gratulation zur Wahl als SPÖ-Bezirksparteivorsitzenden: Welche Schwerpunkte werden Sie in den kommenden Monaten innerhalb der Bezirksorganisation setzen? Höglinger:
In den nächsten Wochen mache ich eine Tour durch den Bezirk und besuche alle Ortsparteien und Teilorganisationen, um mir einerseits ein gutes Bild zu verschaffen, welche konkreten Themen und Aufgabenstellungen die Menschen im Bezirk beschäftigen und anderseits um uns gemeinsam auf das nächste Jahr, insbesondere natürlich den anstehenden Wahlkampf einzustimmen. Noch im Herbst werden wir gemeinsam die inhaltlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen entwickeln, damit wir im Wahljahr 21 erfolgreich sind.

Wie beurteilen Sie das Corona-Managment auf Bezirksebene und durch die Landesregierung? Was hätte man verbessern können?

Soweit ich das erlebt habe, hat die Bezirkshauptmannschaft gute Arbeit geleistet.
Beim Land sehe ich das etwas kritischer. Jeder von uns war im März mit den Herausforderungen überfordert, die da auf uns hereingebrochen sind, und entsprechend groß war das Verständnis bei den Menschen, wenn nicht gleich alles klappt. Aber im Laufe der Zeit hätten wir wohl alle mit mehr Professionalität im Coronamanagement gerechnet. Stattdessen haben zum Beispiel die kurzfristigen Schulschließungen im Juli einige 10.000 Kinder und deren Eltern unnötigerweise vor riesige Probleme gestellt – und das wegen 45 aktiver Fälle in den Bildungseinrichtungen. Wirklich schlimm ist aber, dass die mehrmals groß angekündigten Hilfspakete nicht bei den Menschen ankommen und dadurch eine rasche wirtschaftliche Erholung verhindert wird.

Stichwort Kandidatenfindung für Gemeinderats- und Landtagswahlen: Was halten Sie von der Quotenregelung und dem Reißverschlusssystem? Gibt es hier eine Alternative?
Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern sollte längst Realität sein. Bis wir wirklich soweit sind, brauchen wir einerseits Quoten und Ähnliches, damit engagierte Frauen unterstützt werden, sich auch in der Politik einzubringen. Andererseits sind Bürgermeisterinnen und weibliche Gemeindevorstände als Vorbilder, gerade für junge Frauen, wichtig.
Ich bin zuversichtlich, dass wir nächstes Jahr sehr viele gute, engagierte Frauen vorne auf den Kandidatinnen- und Kandidatenlisten haben. Das ist mir auch ein persönliches Anliegen.

Stichwort Chance oder Gefahr für die Gemeinderatswahlen 2021: Welche Erwartungen setzen Sie in die Ortsparteien?

So unterschiedlich unser Bezirk ist, so unterschiedlich sind wir auch in unseren Ortsparteien aufgestellt. Wir werden uns hier gegenseitig unterstützen und die vorhandenen Ressourcen bestmöglich gemeinsam einsetzen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir dann bei Wahlen erfolgreich sind, wenn wir Wahlkämpfe sozusagen „von unten“ führen. Wenn wir bei den Menschen sind in den Orten, Gemeinden und Stadtteilen, ihnen zuhören und ihre Anliegen ernst nehmen. Dass wir so erfolgreich sein können, sehen wir ja immer wieder bei Wahlen auf kommunaler Ebene, wie letzte Woche die Bürgermeisterwahlen in Vorarlberg.

Sehen Sie das Potenzial einer „Umfärbung“ in einer Gemeinde?
Wir stehen ein Jahr vor der Wahl, viele Kandidatinnen und Kandidaten stehen noch nicht fest. Da erscheinen mir Einschätzungen zu einem möglichen Wahlergebnis zu spekulativ.
In vielen Gemeinden, in denen wir nicht die Mehrheit im Gemeinderat stellen, haben wir uns gerade neu aufgestellt mit jungen, engagierten Kandidatinnen und Kandidaten. Da bin ich mir sicher, dass wir einige positive Überraschungen erleben werden.

Zur Person:

Tobias Höglinger:
Alter: 46 Jahre, 
Familienstand: In einer Lebensgemeinschaft mit der Mutter meiner Tochter Klara (10 Jahre alt)
Ausbildung: Volksschule in Oepping im Mühlviertel, Gymnasium in Rohrbach und danach Studium der Rechtswissenschaften an der JKU
Beruf: verschiedene Stationen im Personalwesen, seit 2004 bei dm drogerie markt, aktuell „Bereichsverantwortlicher im Ressort Mitarbeiter“, 
Politik: auf der Uni in der ÖH aktiv, unter anderem als stellvertretender Vorsitzender der ÖH an der Uni Linz; seit 2015 in der Gemeinderatsfraktion der SPÖ Leonding, seit Beginn dieses Jahres Fraktionsobmann; außerdem Vorsitzender der SPÖ Sektion Holzheim-Zaubertal-Leonding Nord
besondere Interessen neben der Politik: Rugby, allerdings seit ein paar Jahren nicht mehr aktiv (größter Erfolg bayerischer Pokalsieger mit dem RFC Bad Reichenhall 😉),
mit der Vespa den Bezirk Linz Land erkunden

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