"Setzen Sie sich realistische Ziele"

Denise Wilson hat eine Praxis für psychologische Beratung, Mentaltraining und Hypnose in Linz-Urfahr.
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  • hochgeladen von Nina Meißl

Mit dem Rauchen aufhören, zehn Kilo abnehmen, mehr Zeit mit der Familie verbringen – haben Sie sich an Silvester auch wieder etwas vorgenommen? Heuer wollen wir unsere Vorsätze auf jeden Fall einhalten. Wie das gelingt? „Mit eigenem Willen und viel Disziplin“, sagt Denise Wilson. Das klingt einfach, gäbe es da nicht den inneren Schweinehund. Doch diesen könne man überlisten, erklärt die Mentaltrainerin. Damit das klappt, gilt es, einige Punkte zu beachten.

Realistisch bleiben

Viele nutzen den Silvesterabend, um sich richtig große Ziele zu stecken. Dabei ist die Umsetzung jedoch oft zum Scheitern verurteilt. Unser Alltag ist mit vielen Pflichten zugepflastert – extreme Veränderungswünsche lassen sich da oft nur schwer einbauen. "Eine alte Gewohnheit zu ändern ist meist schwieriger, als etwas Neues zu lernen", weiß Wilson. Die Expertin rät daher, ruhig große Wünsche zu haben, diese aber realistisch und in kleinen Schritten anzugehen. "Oft scheitern unsere Vorsätze, weil wir uns zuvor keine Gedanken darüber machen, wie man dieses Ziel erreichen kann und welche Zwischenschritte dafür nötig sind", so die Mentaltrainerin.

Schriftlich festhalten

Hat man ein Ziel ins Auge gefasst, sollte man sich genau überlegen, wie man es erreichen kann. Denn je schwammiger die Vorsätze formuliert sind, desto unwahrscheinlicher ist auch deren Gelingen. Wer also ein paar Kilo abnehmen möchte, sollte sich nicht vornehmen, im neuen Jahr dreimal wöchentlich laufen zu gehen. Stattdessen sollte das Ziel lauten: Am Montag gehe ich ins Fitnessstudio, am Mittwoch laufen und am Freitag zum Bauch-Beine-Po-Kurs. "Am besten fixiert man diese Vorhaben schriftlich. So hat man Kontrolle darüber, ob man seine Vorsätze wirklich einhält, und das Mogeln fällt einem schwerer, weil man seine Ziele Schwarz auf Weiß hat", sagt Wilson.

Lob für jeden Erfolg

Nicht nur das Ziel sollte festgehalten werden, sondern auch alle Zwischenschritte, die dafür notwendig sind. So kann man sich für jeden Erfolg auch selbst loben. "Man sollte jeden Tag daran denken, was man schon erreicht hat, auch wenn es nur kleine Schritte sind, die man geschafft hat. Das stärkt das Selbstbewusstsein, das Selbstwertgefühl und hilft, dranzubleiben.“ Viele würden sich materiell belohnen, doch Lob sei die weitaus wichtigere Motivation: „Materielles ist vergänglich, doch das gute Gefühl bleibt.“

Aus Misserfolgen lernen

Wer ein Ziel verfolgt, muss sich auf dem Weg aber auch auf Misserfolge einstellen. „Man sollte nicht von seinem Plan abweichen, auch wenn etwas Unerwartetes geschieht, sondern es als Herausforderung betrachten. Wichtig ist, nicht gleich aufzugeben und zu sagen ,Jetzt ist es ohnehin schon egal'. Stattdessen sollte man überlegen, wie es zu dem Fehler gekommen ist, ihn akzeptieren und daraus lernen. Misserfolge sind Wegweiser, wenn wir auf eine Nebenstraße gekommen sind. Ein Umdrehen ist immer möglich.“

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