Illegale Tötung eines Silberreihers in der Gemeinde Steegen

© Josef Limberger
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Manche Tiere können anscheinend nicht sein, ohne dass Krummfinger ihnen nach dem Leben trachten. Hatten sich Kinder aus Steinbruck noch vor ein paar Tagen gefreut, dass ein Silberreiher am Bach und auf den Äckern zu sehen war, mussten sie bei einem Spaziergang einen schrecklichen Fund machen. Der Reiher lag, durch Schrotgeschosse getötet, wie eine Untersuchung am Biologiezentrum des Oö. Landesmuseums ergab, in einer Gehölzgruppe nahe dem Bach. Silberreiher sind ganzjährig streng geschützte Schreitvögel. Ein Großteil ihrer Beute besteht nicht aus Fisch, sondern vor allem aus Mäusen, weshalb diese schönen, strahlend weißen Tiere mit leuchtend gelben Schnabel und schwarzen Stelzfüßen oft auf Wiesen und Äckern bei der Jagd zu sehen sind. Barbareien wie diese kommen leider immer wieder vor und zeugen von einem Weltbild dass einen erschauern lässt. So eine illegale Tötung ist kein Kavaliersdelikt - die Polizei ermittelt.

Während der Brutzeit ist der Silberreiher auf große Schilf- und Röhrichtbestände in Feuchtgebieten angewiesen. Am einzigen, regelmäßig besetzten österreichischen Brutplatz dem Neusiedler See, zählt man mittlerweile mehrere hundert Brutpaare. Doch vor allem außerhalb der Brutzeit ist der prächtige Schreitvogel zunehmend dazu übergegangen, auch in der offenen Feldflur abseits von Gewässern Nahrung zu suchen. Zu seiner Beute zählen hier vor allem Kleinsäuger wie Wühlmäuse. Besonders beliebt sind Brachen mit einem entsprechend hohen Nahrungsangebot. Solche Übergriffe wie in Steinbruck müssen streng geahndet und ausgeforscht werden. Übrigens auch für Graureiher werden zur Zeit keine Abschussgenehmigungen an freien Gewässern durch die Bezirkshauptmannschaften erteilt, da ihre Bestände im letzten Winter fast zusammengebrochen sind.

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