Nach Interpolfahnung
Verdächtiger Messerstecher aus dem Irak in Linz festgenommen
- Der Verdächtige wurde am 4. März in Linz festgenommen. Er befindet sich nun in Auslieferungshaft.
- Foto: Symbolfoto Fotokerschi.at
- hochgeladen von Bernadette Wiesbauer
Nach einer Messestecherei in Hamburg tauchte ein 33-jähriger Flüchtling aus dem Irak in Oberösterreich unter. Aufgrund der eingeleiteten Zielfahndungsmaßnahmen konnte der Verdächtige in Linz festgenommen werden.
LINZ. Am 4. März 2022 wurde der Abteilung Interpolfahndung des Landeskriminalamtes Oberösterreich vom Bundeskriminalamt ein Europäischer Haftbefehl von Deutschland zur Vollziehung übermittelt. Das Amtsgericht Hamburg stellte den EU-Haftbefehl gegen einen 33-jährigen irakischen Staatsbürger mit Flüchtlingsstatus in Österreich wegen einer Messerstecherei Ende Juli 2021 in Hamburg aus. Der 33-Jährige hat mit einem Taschenmesser und mit einer langen Nagelfeile mit Sägefunktion zwei Brüder aus nicht bekanntem Grund angegriffen und schwer verletzt. Die zu erwartende Höchststrafe für die Tat beträgt zehn Jahre unbedingte Haft.
In Österreich untergetaucht
Der einschlägig Vorbestrafte tauchte wegen besagter Messerstecherei in Österreich unter, um sich dem Strafvollzug in Deutschland zu entziehen. Aufgrund der eingeleiteten Zielfahndungsmaßnahmen konnte am 4. März 2022 der Aufenthaltsort des Verdächtigen von Beamten des LKA OÖ eruiert werden. Er wurde in Linz mit Unterstützung von Beamten der Einsatzgruppen zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) festgenommen.
In Auslieferungshaft
Nach der schriftlichen Einvernahme und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Linz wurde der 33-Jährige in die Justizanstalt Linz überstellt, wo er sich in Auslieferungshaft befindet.
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