Haus des Meeres
Größte Fassadenbegrünung Wiens ist in Mariahilf

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Auf 400 Quadratmetern Fläche hat das Haus des Meeres die höchste Fassadenbegrünung Wiens angelegt.

MARIAHILF. Bislang galt die Fassade des MA 48-Gebäudes (Magistrat für Abfallwirtschaft) im 5. Bezirk als das Vorzeigeprojekt in Sachen Begrünung in Wien.

Seit vergangener Woche muss dieser "Titel" jedoch geteilt werden: Das Haus des Meeres hat sich mit der Begrünung der nördlichen Flakturm-Mauer einen Platz auf dem Sockel ergattert.

Höchste Begrünung

75 Jahre nach der Fertigstellung des Flakturms präsentiert sich das Gebäude mit einem zeitgemäßen Außenbereich. Neben dem im Jahr 2000 erbauten Tropenhaus und dem Klettergarten des Alpenvereins auf der Rückseite ist nun auch die Front ins 21. Jahrhundert marschiert. Mit einer 35 Meter hohen Begrünung, die einen sechsstelligen Betrag verschlang, schuf der Terra-Aqua-Zoo im Esterházypark die höchste Fassadenbegrünung Wiens. Zur Umsetzung beauftragt wurden die Stadtbegrüner, die sich auch um die jährliche Wartung kümmern.

8.500 Pflanzen in 750 Trögen sind dafür im Einsatz. Bewässert wird das Konstrukt von einem zwei Kilometer langem Schlauchsystem. Derzeit wirkt die Begrünung noch ein wenig kahl, doch Haus des Meeres-Direktor Franz Six verspricht: "Noch in diesem Herbst werden unsere Gräser und Stauden die graue Betonfassade bedecken."

Schön und nützlich

Doch beinhaltet dieses Projekt neben der aufgewerteten Ästhetik auch praktische und klimafreundliche Aspekte. Zum einen produziert die begrünte 400 Quadratmeter große Fläche ab sofort mehr Sauerstoff und zum anderen geben die Pflanzen über den Tag hindurch Wasser ab. Dies führt zu einer generellen Abkühlung der Umgebung, welche den Anrainern bei hohen Sommertemperaturen Erleichterung bringen wird.

Die Begrünung dient jedoch auch als umfassende Sicherheitsmaßnahme. Denn in der Vergangenheit kam es immer wieder vor, dass Teile des Stahlbetons vom 55.000 Tonnen schweren Flakturm gefallen sind. Die anderen Seiten wurden bereits abgesichert, es fehlte nur noch die Nordwand. Dies hat sich nun mit der Begrünung ebenfalls erledigt. Das erbaute Konstrukt und die Pflanzen wirken wie ein Auffangnetz für den Beton.

Besonders glücklich über dieses Projekt ist natürlich auch Bezirkschef Markus Rumelhart (SPÖ): "Es ist nicht selbstverständlich, dass Innovatives und Neues dem Bezirk oder auch der Stadt geschenkt wird." Die vollständige Fertigstellung des Projekts ist für 2020 geplant.

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