14.05.2018, 08:23 Uhr

Mariahilf macht sich für 13A-Route durch Neubaugasse stark

Im Jahr 2013 kam es nach Einführung der neuen 13A-Strecke durch die Windmühlgasse zu Anrainerprotesten. (Foto: Heine)

Die Anrainer und der Mariahilfer Bezirksvorsteher Markus Rumelhart wollen den 13A nicht mehr in der Windmühlgasse sehen. Der Bus soll wieder durch die Amerlingstraße in Richtung Neubau fahren.

MARIAHILF. Entwickelt sich ein handfester Streit zwischen den Bezirken Mariahilf und Neubau? Für Bezirksvorsteher Markus Rumelhart (SPÖ) ist klar: "Der 13A gehört in die Neubaugasse." Damit stützt Rumelhart die Forderung der Wiener Linien, den Bus in beiden Fahrtrichtungen durch die Neubaugasse zu führen. Der Hintergrund ist im 6. Bezirk jedoch ein anderer: Der Bus sei schon lange genug den Umweg über Windmühlgasse und Capistrangasse gefahren, so Rumelhart.

Zur Erinnerung: Diese Routenführung gibt es erst seit November 2013. Damals wurde die Stammstrecke des 13A verändert und der Bus durch die Windmühlgasse geleitet. Prompt formierten sich Anrainerproteste. Der Lärm durch den durchfahrenden Bus trieb die Bewohner der davor so ruhigen Seitengasse auf die Straße. Die Route blieb dennoch bestehen. Auch heute sagt ein Anrainer: "Es fühlt sich jedes Mal wie ein kleines Erdbeben an, wenn der Bus durch unsere Gasse fährt."

Logische Route in den 7. Bezirk

Nach fünf Jahren könnte sich das jetzt ändern. Durch die U-Bahn-Großbaustelle bei der Kirchengasse könne der 13A dort nicht mehr durchfahren, heißt es seitens der Bezirksvorstehung. Wird der 13A in Zukunft – wie von den Wiener Linien gewünscht – in beiden Richtungen durch die Neubaugasse geführt, so wäre im 6. Bezirk die logische Route jene durch die Amerlingstraße. Die bestehende Strecke sei dafür ein Umweg. "Damit wären die Fahrgäste auch optimal an die U3 angebunden", sagt Pressesprecher Michael Unger.

Auch die FPÖ macht sich für diesen Vorschlag stark: "Gerade die Verkehrsbelastung durch die Gelenkbusse in der Windmühlgasse ist für die Bevölkerung eine enorme Zumutung. Mit der nun präsentierten Streckenführung wird auch der untragbare Zustand, dass Busse durch die Begegnungszone fahren müssen, entschärft", sagt Leo Kohlbauer.

Nebau will keine Experimente eingehen

Seitens der Wiener Linien will man jedoch eine gemeinsame Lösung – insbesondere mit dem 7. Bezirk – finden. Am Neubau spricht man sich nämlich dezidiert gegen eine Doppelführung der Busse durch die Neubaugasse aus. "Die bestehende Umleitungsstrecke funktioniert", sagt der Neubauer Bezirkschef Markus Reiter (Grüne). "Der 7. Bezirk wird, wenn es um eine Baustellenlösung geht, keine Experimente eingehen", so Reiter weiter.

Gegen den 13A in beiden Richtungen der Neubaugasse stellen sich auch die dortigen Unternehmer. Der Plan der Wiener Linien sei "untragbar", heißt es seitens der IG Neubaugasse
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