Kickboxen | Anna und Felix Schmidl
Nach Zwangspause Weltmeisterschaft im Visier
- Für Anna und Felix Schmidl verlief das Training in den letzten Wochen in veränderter Form ab – zuletzt outdoor in Rohrbach.
- Foto: Andrea Schmidl
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Kickbox-Talente Anna und Felix Schmidl haben aus Corona-Not eine Tugend gemacht und peilen WM-Erfolg an.
ROHRBACH (O. Frank). Sie sind das (Medaillen)-Glück im Doppelpack: Anna und Felix Schmidl sind nicht nur Stammgäste am Siegerpodest und am Ehrenparkett, sondern erfolgreiches Geschwisterpaar beim ASVÖ Kickbox-Club aus Rohrbach. Ob Weltmeister- oder Europameistertitel, die 13-jährige Anna und ihr knapp zwei Jahre älterer Bruder Felix sind keine unbekannten Größen in der internationalen Nachwuchs-Kickboxszene und leben somit die Faszination Kickboxen. Eine Sportart, die vielseitiges und vollkommenes Können der Körperbeherrschung mit sich bringt, Ausdauer, Koordination, Technik, Kraft und Schnelligkeit voraussetzt. Immer mit Fairness und mit dem Fair Play-Gedanken auf der Matte. „Kickboxen ist ein Sport mit klaren Regeln und eindeutigen Strukturen und eine Weiterentwicklung des klassischen Boxens. Man braucht ausgeprägte motorische und kognitive Fähigkeiten, um erfolgreich zu sein. Das macht es auch so spannend, denn man kann sich in dieser Sportart immer weiterentwickeln“, erklärt Obmann Christoph Braunrath.
Training in veränderter Form
Aufgrund von Corona lief das Training für Anna und Felix Schmidl in den letzten Wochen in veränderter Form ab. Zunächst mittels WhatsApp-Gruppe, in der Trainer Michael Gerdenitsch Trainingsanweisungen gab, später wurde auf Online-Training umgestellt. „Erst als Lockerungen durch die Bundesregierung kundgemacht wurden, begannen wir unter Einhaltung der Abstandsregel mit dem Outdoor-Training“, berichtet Braunrath. Dennoch eine schwierige Zeit für die ehrgeizigen Nachwuchstalente. „Vor allem für Felix“, meint Mutter Andrea Schmidl. Der 15-Jährige gewann vor den Corona-Maßnahmen die Irish Open in Dublin, war perfekt in Form und kämpft nur mehr heuer in der U16-Altersklasse. Durch die Corona-Krise wurden in der Folge sämtliche Wettkämpfe abgesagt.
Funcourt ist ein Lieblingsplatz
Auch mit Privat-Training im haueigenen Keller haben sich Anna und Felix Schmidl über die letzten Wochen gerettet. Aber auch im Garten ihrer Eltern in Marz. In jener rund 17,5 km² und 2.000 Einwohner großen Ortschaft, die auch in einer noch nie dagewesenen Krisensituation nicht zum Erliegen kam. Neben der strategisch bedeutsamen Ortslage nahe von Mattersburg und am Fuße des Rosaliengebirges glänzt Marz als moderne, fortschrittliche Ortschaft sowie mit einer faszinierenden, intakten Natur. In der sich auch Anna und Felix Schmidl zuhause fühlen – und beide mit dem örtlichen Funcourt auch einen Lieblingsplatz im Ort haben. Ein weiterer wird sich Mitte November in Belgrad finden, wo Anna und Felix Schmidl bei der Kickbox-WM antreten werden – dieser Termin wurde von der WAKO bereits bestätigt.
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