24.12.2017, 00:18 Uhr

Die ideale Zeit für Sehnsuchtswesen

In meiner Herkunftsfamilie war das abendliche "zusammensitzen und gemeinsame Singen" in der Adventzeit ebenso fester Bestandteil wie das Basteln und Backen. Das Holz im Ofen knisterte und der Duft von Lebkuchen und Vanillekipferl lag in der Luft. 
Es war so schön und tat mir so gut.
Diesen liebgewonnenen Brauch habe ich übernommen und in/mit meiner Familie weitergepflegt...

Und nun steht der Weihnachtsabend vor der Tür. Viele Menschen, ich zähle mich ebenso dazu, werden an diesem Abend weltweit wieder von "Frieden und Freuden auf Erden" singen. Sehr viele Menschen versinken in eine Art 'kollektive Auszeit' und ahnen, dass es Essentielleres als unsere rationalistische Kultur gibt.

JA! Es gibt sie, die Sehnsuchtswesen!
Viele lässt die Aussicht auf Erfüllung des einen oder anderen Wunsches geschmeidig werden. Viele tragen die Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung in sich und vergessen darauf die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, zu leben und sich selbst zu lieben.

Mal ganz ehrlich, von Natur aus sind wir nur selten vollkommen mit dem zufrieden was wir haben. Gold und Münzen  glänzen zwar im Kerzenschein und sollen gelegentlich darüber Zeugnis ablegen, wie sehr wir geliebt werden, aber Metall ist kalt. 
Weder ein köstliches und raffiniert zubereitetes Gericht, noch der beste und teuerste Wein oder die süßesten Kekse vermögen unseren Hunger nach Sehnsüchten zu stillen.

Während der "Sehnsuchtstage" ist es einerseits etwas stiller als üblich aber andererseits spricht die Seele lauter als sonst...

Tja, und am Weihnachtsabend zeigt sich die Welt immer so, wie sie sein könnte, wenn es die anderen 364 Tage im Jahr nicht gäbe...
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Helmut Neugebauer aus Mattersburg | 27.12.2017 | 12:40   Melden
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