26.10.2016, 08:00 Uhr

Meierhof Pöttsching im Wandel der Zeit

(Foto: zVg)
PÖTTSCHING. 1372 wurde in einer Urkunde erwähnt, dass es neben der Pöttschinger Kirche einen Edelhof eines Untertanen der Grafen von Mattersdorf gibt. Die Besitzer waren später das Neukloster Wr. Neustadt und ab 1627 die Grafen Esterházy. DerHof wurde nach und nach vergrößert. Die heutige Bausubstanz dürfte aus dem Jahre 1777 stammen – so alt sind zumindest die schönen Deckenmalereien im Standesamt im Obergeschoss des Meierhofes. Um die Jahrhunderwende 1900 war die Familie Rothermann, Besitzer der Hirmer Zuckerfabrik, der Pächter des Hofes. Die großen landwirtschaftlichen Flächen und Viehzucht am Hof boten vielen PöttschingerInnen einen Arbeitsplatz.
Nach dem zweiten Weltkrieg kam das Gut unter USIA-Verwaltung - darunter verstand man die russische Einrichtung zur Verwaltung sogenannten „deutschen“ Eigentums.
Mit Beginn der 2. Republik erhielt die Familie Esterházy ihre Güter wieder zurück und von ihr erwarb die Gemeinde Pöttsching im Jahr 1968 das Meierhofareal. Nach anfänglichen Diskussionen um teilweisen Abriss oder Erhaltung fiel die Entscheidung zugunsten der Erhaltung und schrittweisen Restaurierung des Meierhofes, die bis heute andauert und eine Aufgabe für die Zukunft darstellt.
Heute ist der Meierhof Veranstaltungszentrum und Zentrum der Geselligkeit und Kommunikation.
Im ersten Stock der ehemaligen Verwalterwohnung befindet sich das Standesamt der Gemeinde Pöttsching, die Galerie des Kulturvereines FKK und das Ortsmuseum mit der Peter Zauern-Stube. Im ehemaligen Schüttkasten wurde zusätzlich zur vorhandenen Krippe ein Bücherantiquariat eingerichtet – Sie können hier nicht mehr gebrauchte Bücher abgeben aber auch welche mitnehmen – gegen freiwillige Spenden.
Im Untergeschoss befindet sich das Vereinslokal des Burgenländischen Trachtenverbandes. Im Hof und im ehemaligen Stierstall finden sowohl Vereinsfeste, Konzerte, Märkte als auch private Feiern statt. Seit kurzem gibt es auch wieder ein Gastronomieangebot im Meierhof.

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