Schifliegen als 3D-Kinoerlebnis

Mit der speziell entwickelten Helmkamera  springt der slowenischen Vorspringer Jaka Rus über die Schanze.
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  • Mit der speziell entwickelten Helmkamera springt der slowenischen Vorspringer Jaka Rus über die Schanze.
  • Foto: Kaufmann
  • hochgeladen von Kathrin Klemm

MEIDLING. Mitten in den Dreharbeiten zu seiner 3D-Dokumentation steckt Regisseur Ernst Kaufmann aus Meidling. Das Kinospektakel "The Big Jump" bietet Schifliegen als räumliches Erlebnis.
Bislang wurde in Norwegen, Deutschland und Österreich gedreht. Das
abwechslungsreiche Material lässt auch hinter die Kulissen des Schifliegens blicken. Kinostart ist im Dezember 2018.

Hinter den Kulissen 

Begonnen wurden die Dreharbeiten vergangenen Oktober in Norwegen. Spontan nahmen Trainer Alex Stöckl und das norwegische Team teil. Filmisch begleitete man sie bei den Vorbereitungen zur Megasaison 2017/18. Das Team öffnete auch seine Türen abseits der Wettkämpfe. Sogar am Abend vor dem entscheidenden Sprungtag der WM, wo Springer sonst strikt abgeschottet sind, war die Filmcrew willkommen. "Das schafft in der Doku natürlich eine ganz besondere Atmosphäre", erzählt Kaufmann.  

Danach ging es zu den Schiflugtagen am Kulm und zur WM nach Oberstdorf. Anfang April drehte man Stunts in der Ramsau, bevor es Ende April zurück nach Norwegen ging. Die letzte Klappe fällt im Sommer in Innsbruck.

Neben dem norwegischen Team standen auch österreichische Springer wie Stefan Kraft und Michael Hayböck vor der Linse. Zudem filmte man den großen japanischen "Altmeister" Noriaki Kasai, den FIS-Renndirektor Walter Hofer und den "Vater" des modernen Schisprungs, Baldur Preiml, der mit 79 Jahren noch immer Ideen für Verbesserungen wälzt. "Einige Gespräche, darunter auch die mit deutschen Springern, stehen noch aus", so der Meidlinger Regisseur.

Für die Sprungaufnahmen filmte man mittels Drohne und entwickelte eine spezielle Helmkamera. Mit dem zusätzlichen Gewicht sprangen die slowenischen Vorspringer Rok Urbanc und Jaka Rus über die Schanze.

Nicht getrickst

"Spannend sind die Dreharbeiten durch die enorme Technik", erzählt Kaufmann. Es wird nicht getrickst und kein Material auf 3D umgerechnet. Gedreht wird mit dem liebevoll genannten "Monster", dem Aufnahmesystem von Arri. Mit an Board ist auch Produzent Heinz Stussak mit seiner SIGMA FILM WIEN, eine erfahrene und international tätige 3D-Technikschmiede. Zudem unterstützen Florian Maier und STEREOTEC aus München. Die Firma ist im Dauereinsatz bei Dreharbeiten mit Jackie Chan in China und Hollywood.
Bis zum Kinostart im Dezember ist, neben den letzten Dreharbeiten, noch einiges zu tun. Materialsichtung, Schnitt, Komponieren eigener Musik und Vertonung stehen aus.

Eingesetzt wird ein neues Soundsystem: Zusätzlich zur hochauflösenden Arri-Bildtechnik wird der Ton fürs Kino mit dem modernen Dolby-Atmos-Verfahren abgemischt. So spricht man bis zu hundert Lautsprecher einzeln an und bietet den Besuchern einen realen Raumton.

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