Mödling
Anrainer sorgen sich um Schleichverkehr rund um die Guntramsdorfer Straße
- Die Vertreter der Bürgerinitiative fürchten Verschlechterungen für Anrainer rund um die Guntramsdorfer Straße.
- Foto: zVg
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Vor der Eröffnung der "Guntramsdorfer Straße neu" hat sich in Mödling eine neue Bürgerinitiative formiert.
BEZIRK MÖDLING. Vor der Eröffnung der neuen Guntramsdorfer Straße fordert eine Bürgerinitiative aus dem Wohngebiet östlich der Straße Nachbesserungen bei der Verkehrsplanung rund um Badstraße und Franz-Schubert-Gasse. Die Anrainer befürchten, dass sich der Verkehr durch die geplante Einbahnregelung in der Badstraße teilweise in bisher verkehrsberuhigte Wohngebiete verlagern könnte. Besonders die Franz-Schubert-Gasse könnte dadurch als Ausweichroute attraktiver werden.
„Wir unterstützen Maßnahmen für mehr Lebensqualität und Verkehrssicherheit. Unser Anliegen ist, dass Verkehrsprobleme nicht von einer Straße in die nächste verschoben werden. Deshalb haben wir konstruktive und fachlich fundierte Lösungsvorschläge erarbeitet“, erklärt Bürgerinitiativen-Sprecher Helmut Posch.
Die Initiative hat gemeinsam mit Architekt Wolfgang Buchebner verschiedene Varianten für die Verkehrsorganisation ausgearbeitet. Als besonders geeignet wird eine Einbahnführung der Franz-Schubert-Gasse stadtauswärts gesehen, um möglichen Schleichverkehr durch das Wohngebiet zu verhindern. Alternativ schlägt die Bürgerinitiative eine behördlich begleitete Testphase mit Verkehrszählungen und einer Evaluierung der tatsächlichen Verkehrsströme vor.
- Bei der Neuregelung im Bereich Guntramsdorfer Straße/Badstraße befürchten die Anrainer, die Entstehung zahlreicher Schleichwege.
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Auch die Verkehrssicherheit an der Einmündung der Franz-Schubert-Gasse in die Guntramsdorfer Straße soll nach Ansicht der Initiative verbessert werden. Vorgeschlagen werden unter anderem Änderungen bei der Randsteinführung, eine versetzte Parkordnung und Maßnahmen für bessere Sichtverhältnisse. Zusätzlich verweist die Initiative auf neue Wohnbauprojekte im Bereich der ehemaligen Gendarmerie-Zentralschule, die das Verkehrsaufkommen künftig weiter erhöhen könnten.
Die Bürgerinitiative betont, sich nicht grundsätzlich gegen das bewilligte Verkehrsprojekt zu wenden. Kritisiert wird vielmehr die zuletzt geplante teilweise Einbahnführung der Franz-Schubert-Gasse stadteinwärts. Ziel sei eine Lösung, die sowohl die Badstraße entlastet als auch die angrenzenden Wohngebiete vor zusätzlichem Durchzugsverkehr schützt.
„Wir wünschen uns eine sachliche Diskussion auf Basis der tatsächlichen Verkehrsströme. Unsere Vorschläge beweisen, dass Verkehrsberuhigung und Anrainerschutz gemeinsam realisierbar sind", hofft Wolfgang Buchebner auf "einen konstruktiven Dialog mit der Stadtregierung und den zuständigen Fachabteilungen.“
- Mobilitätsstadtrat Tim Pöchhacker.
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Vorschläge werden geprüft
Dort trifft der Wunsch nach einem konstruktiven Austausch auf offene Ohren, wie Mobilitätsstadtrat Tim Pöchhacker (Grüne) gegenüber MeinBezirk betont: "Die Vorschläge werden aktuell verkehrstechnisch und -planerisch mit Unterstützung eines externen Planungsbüros geprüft. Wir haben der Initiative bereits kommuniziert, dass wir bei einem gemeinsamen Termin gemeinsam mit den Verkehrsplanerinnen und Verkehrsplanern alle Optionen besprechen wollen". Die Vision der Stadtgemeinde sei es jedenfalls, Wohngebiete möglichst vom Durchzugsverkehr zu entlasten, so auch in der Franz-Schubert-Gasse. "Die Initiative sowie die Stadtgemeinde verfolgen daher aus unserer Sicht gemeinsame Ziele. Auf die gemeinsamen Gespräche freuen wir uns schon“, betont Pöchhacker.
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