13.11.2016, 15:15 Uhr

SPÖ sorgt sich um das Krankenhaus Mödling

Hannes Weninger - Nationalratsabgeordneter

Weninger fordert eine Mitsprache der Gemeinde

MÖDLING. In der vergangenen Woche berichteten die Bezirksblätter über das krankenhaus Mödling. Zahlreiche Politiker haben zu den angeblichen Schließungen und Sparmaßnahmen Stellung genommen. Nun meldet sich auch NR Hannes Weniger zu Wort. "Mit dem Herumdoktern am Krankenhaus Mödling muss endlich Schluss sein. Patienten und Personal sind zunehmend verunsichert und das Haus verliert an Ansehen in der Bevölkerung", sorgt sich SPÖ-Nationalrat Hannes Weninger. Vom unnützen Grundkauf in Friedhofsnähe, über die Fehlentscheidung zum Neubau am alten Standort bis zur jüngsten Streichung der versprochenen Tiefgarage steht das gesamte Projekt unter keinem guten Stern, kritisiert der rote Nationalrat. In einem Leitantrag zur Bezirkskonferenz wird die Verlegung der Unfallchirurgie nach Baden und die Abgabe des Kardiologie-Schwerpunktes nach Wiener Neustadt kritisiert und die Einhaltung der vereinbarten Fächeraufteilung gefordert. "Das hin und her schicken von Patienten, Rettungsfahrzeugen und Krankenakten ist eine Zumutung", berichtet Hannes Weninger über zunehmende Beschwerden von Patienten.

Mitsprache der Gemeinden

Konkret will die SPÖ ein Mitspracherecht für die Gemeinden. Die zwanzig Gemeinden zahlen zwar jährlich mehr als 30 Millionen über den sogenannten NÖ Krankenanstalten-Zusammenarbeitsfonds (KRAZAF) ein, haben aber keinerlei Mitspracherecht. "Das Land bucht den Gemeinden und Städten Monat für Monat viel Geld ab, entscheidet jedoch über die Köpfe der Betroffenen hinweg", so Weninger, der das Krankenhaus als "eine der wichtigsten öffentlichen Einrichtungen im Bezirk" sieht.
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