Umweltschutz
Sonnentor gründet Verein zum Schutz von Bio-Feldern

Sonnentor-Gründer Johannes Gutmann (re.) mit Ökologe und Buchautor Johann Zaller informieren über "unser täglich Gift".
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Die Bio-Bauern schlagen Alarm. Sonnentor macht sich nun stark für eine "enkeltaugliche Umwelt".

NEUBAU. "Wir sind überzeugt, dass wir alle etwas zur Förderung der biologischen Landwirtschaft, einer nachhaltigen Gesellschaft und einer enkeltauglichen Umwelt beitragen können", erklärt Johannes Gutmann, Sonnentor-Gründer und einer der Bio-Pioniere der ersten Stunde. "Vor 31 Jahren hat man mich noch als Spinner bezeichnet, heute arbeiten wir mit 300 Bio-Bauern zusammen, die auf 1.500 Hektar 60 verschiedene Kulturen für Sonnentor anbauen."

Doch die Sonnentor Bio-Bauern schlagen Alarm. „Pro Jahr werden in Österreich 12.900 Tonnen Spritzmittel auf Feldern in der konventionellen Landwirtschaft aufgebracht. Der Wind trägt die Giftstoffe weiter und macht keinen Stopp vor den Bio-Feldern. Dabei spricht man von Abdrifte. Die Bio-Bauern produzieren ja leider nicht unter einer Glasglocke. Verstärkt wird diese Problematik noch durch den Klimawandel und die bereits zu beobachtende Zunahme von windstarken Tagen“, ergänzt Sonnentor-Anbauberaterin Elfriede Stopper. „Im schlimmsten Fall kann unsere Ernte nicht mehr biologisch vermarktet werden und das bedeutet einen großen finanziellen Verlust. Bei kleineren Betrieben kann das die Existenz bedrohen!“ so Bio-Bauer Johann Neuner.

Gift ist überall

„Eine Vielzahl der heute verwendeten Ackergifte breiten sich flächendeckend über unsere Böden aus und immer genauere Analysen bringen die Wahrheit ans Licht“, erklärt der Biologe, BOKU-Professor und Buchautor von "Unser täglich Gift" Johann Zaller. „Allein in Österreich gibt es 1.200 zugelassene Pestizide. Wir wissen, dass diese nicht nur Schaderreger töten, sondern auch am allgemeinen Artensterben beteiligt sind. Die Gifte verbleiben auch nicht nur am Feld oder im Garten, wo sie aufgebracht werden, sie verfolgen uns überall hin. In einer aktuellen Studie konnten wir 12 verschiedene Pestizide auf Kinderspielplätzen nachweisen. Der Großteil der dort gefundenen Pestizide kann in unser Hormonsystem eingreifen, was bei Kindern besonders brisant ist.“ Gutmann ergänzt: „Uns war klar, wir müssen hier aktiv werden und können nicht mehr warten, dass die Politik hier etwas für die Bio-Bauern tut. Deshalb haben wir gemeinsam mit unseren Anbaupartnern den ‚Verein zur Förderung einer enkeltauglichen Umwelt in Österreich‘ gegründet.“

Verein als Vorreiter

Alle Sonnentor Bio-Bauern sind Mitglied in diesem Verein und geben einen kleinen Teil ihres Erlöses als Beitrag ab. Mit der generierten Summe werden Betroffene entschädigt, die ihre Ernte unverschuldet nicht mehr als Bio-Ware verkaufen können. „Oft kann ja nicht nachgewiesen werden wer den Schaden verursacht hat – und damit kann auch niemand zur Verantwortung gezogen werden. Jetzt haben wir eine Absicherung“, betont Johann Neuner bei der offiziellen Präsentation im Sonnentor-Shop auf der Neubaugasse.

Nachmachen ist erwünscht. „Wir wollen mit diesem Pionier-Projekt Mut machen, um selbst aktiv zu werden. Wir brauchen beides, eine verantwortungsvolle konventionelle Landwirtschaft und eine biologische Landwirtschaft. Ich hoffe es gibt bald viele ähnliche Vereine und Selbsthilfegruppen in Österreich!“ so Gutmann. Außerordentliches Mitglied kann übrigens jeder werden. Mehr Info: www.enkeltaugliche-umwelt.at

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