Teigtascherl, backende Omas und einsame Herzen

Dominik Sarapata im polnischen Restaurant Bacowka.
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WIEN. Einen polnischen Tag in Wien startet man am besten zuhause. Bei einem Polen, versteht sich. “Warum sollte man ausgehen? Das köstliche Essen steht doch schon im Kühlschrank.” lacht Dominik Sarapata. Der junge Pole ist vor vier Jahren nach Wien gekommen und organisiert mit seiner Firma “Naleia Yachting” Segeltörns in der ganzen Welt. Da er viel auf Reisen ist, freut er sich Gäste zuhause zu empfangen. “Polen sind großartige Gastgeber” erklärt er, “da wird solange nachgereicht, bis der Gast den Teller wegzieht.” Die Einkäufe für seine Gäste erledigt Dominik in einem der unzähligen polnischen Läden, die es in Wien gibt. In der ehemaligen Videothek Videopol darf man sich beispielsweise nicht vom Äußeren abschrecken lassen: hier gibt es neben DVDs köstlichen Schinken, Räucherwurst, Pastete oder Salzgurken.

Frühstück am Liebsten daheim mit Freunden

12 Uhr: Pinke Teigtascherl & Omas Torte
Zu Mittag geht es in einen der beliebtesten Pierogi-Läden der Stadt. Wanda Piotrowski kocht hier seit 20 Jahren die halbmondförmigen Teigtaschen mit unterschiedlichen Füllungen nach dem Rezept ihrer Großmutter. Neben der klassischen Füllung mit Kartoffel, Zwiebel und Topfen, gibt es auch Varianten mit Spinat, Mozarella oder süße mit Nuss oder Mohn. Eingefärbt in Rote-Rüben-Saft gibt’s die Tascherl auch in pink. Wer Lust auf Nachspeise hat, bekommt einen besonderen Geheimtipp von Dominik: “Es gibt eine Art “Großmutter Netzwerk”” erklärt er. “Man kann in fast jedem polnischen Laden nach hausgemachten Torten fragen. Der Wunsch wird dann an die Großmütter in der Community weitergeleitet.” Ein paar Tage später kann man sich dann z.B. frischen, und mit großmütterlicher Liebe zubereitete, “sernik” (Topfenkuchen) oder “szarlotka” (Apfelkuchen) abholen.

Auch pink und grün ein Hit: Pierogis

16 Uhr: Illustratoren & polnische Herzen
Für einen kulturellen Nachmittag sollte man sich in der Galerie des Polnischen Instituts die Ausstellung “The Best Polish Illustrators” anschauen, die bis 14. April eine Auswahl der interessantesten Arbeiten junger polnischer Illustratoren zeigt. Auch der Verein Polonez bietet ein großes Kulturprogramm wie Filmabende, Konzerte oder Get-togethers an. Wer eine Begleitung sucht, kann sein Glück übrigens auf www.polnischeherzen.at versuchen - einer polnischen Datingplattform in Österreich.

19 Uhr: Rustikaler Tagesausklang

Für den kulinarischen Abschluss des Tages nimmt uns Dominik mit in eine versteckte Ecke im 15. Bezirk. Sobald man das Restaurant Bacowka betritt, fühlt man sich an einen anderen Ort versetzt. Die Besitzer wirken in ihrer Tracht, die sie stolz vorführen, als wären sie soeben aus dem hohen Tatra Gebirge angereist. Die Konturen der Berge sind als Verzierung in die Wände ihres gemütlich-rustikalen Lokals geritzt. Dominiks Menü-Empfehlung: zur Vorspeise “Zurek”, eine Sauerteigsuppe mit Kartoffeln, Wurst und Ei, dann "Gołąbki" (Kohlrouladen) und als Nachspeise “Oscypek” (geräuchterter Schafskäse mit Beerensauce). Ein polnischer Tag lässt einen satt und zufrieden zurück. Und um ein Vokabel im Wortschatz reicher: Mahlzeit. Oder eben: Smacznego!

Die stolzen Besitzer des Restaurants Bacowka

Auf einen Blick:

Videopol
15., Märzstraße 57
Mo.–So. 12–20 Uhr
www.videopoll.at

Pierogi by Piotrowski
1., Schwertgasse 2
Mo.–Fr. 9–15 Uhr
www.pierogi.at

“TheBest Polish Illustrators”
Galerie des Polnischen Instituts Wien, Ausstellung bis 14. April
1., Am Gestade 7
www.polnisches-institut.at

Polonez
Österreichisch-Polnischer Verein für Kunst und Freizeit
www.polonez.at

Polnische Herzen
polnische Dating-Plattform in Österreich
www.polnischeherzen.at

Restaurant Bacówka
15., Märzstraße 86
Mo.–Do. 11–23 Uhr,
Fr. und Sa. 11–1 Uhr,
So. 11–23 Uhr
www.facebook.com/Bacowka.Wien

Autor:

Katharina Moser aus Neubau

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