Unsere Jubilare: Theresia und Albert Landauer – seit 50 Jahren im Hafen der Ehe

Ein halbes Jahrhundert verheiratet: Theresia und Albert
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NEUTAL (EP). Zarte 13 und 14 Jahre alt waren Theresia und Albert, als ihre Liebe begann. "Wir haben in der Kirche zusammengeschaut, ich sang im Chor, Albert war Ministrant.
Gekannt hatten wir uns bereits seit Kindheitstagen – für mich war damals schon klar, dass Albert der Mann ist, den ich einmal heiraten werde", schmunzelt Theresia, die erst vor kurzem ihren 70. Geburtstag feierte. Man ist spazieren gegangen, hat Händchen gehalten. "Wir haben uns dann ein paar Jahre aus den Augen verloren, als ich 17 war, sind wir dann endgültig zusammengekommen", erinnert sich das Ehepaar zurück. Albert absolvierte damals eine Maurer-Lehre in Wien, Theresia besuchte die Nähschule. "Wir haben uns nur an den Wochenenden gesehen, das Highlight waren dann die Kinobesuche." 1967 – Theresia war 20, Albert 21 – wurde geheiratet.

Harte Jahre

"Das war früher so üblich, sonst hätten wir nicht wirklich zusammen sein können." Ein Jahr später kam Tochter Birgit zur Welt, 1973 wurde Sohn Arnold geboren, drei Enkelkinder machen heute das Familienglück komplett. Es seien mitunter auch harte Jahre gewesen, damals. Albert Landauer war Zeit seines Arbeitslebens Pendler und war nur an den Wochenenden zuhause. Später, als Kaminmaurer oder Tunnelbauer, sah er seine Familie noch seltener. Theresia Landauer meisterte aller Hürden, zog die Kinder mit Hilfe der Eltern und Schwiegereltern groß. "Ich war selber immer berufstätig, habe als Näherin in der Firma Gloriette in Neutal gearbeitet." 1983 schloss die Firma, Theresia war nach 30 Jahren plötzlich arbeitslos.

Patentrezept

"Anfangs war es ein Schock, ich fand dann aber Arbeit in der Triumph Oberpullendorf, habe mich dort hinaufgearbeitet." Als in Neutal wieder ein Betrieb eröffnete, ging sie zurück. "Leider ging die Firma in Konkurs, ich arbeitete dann bis zu meiner Pension 2002 im Krankenhaus Oberpullendorf als Reinigungskraft." Langweilig wird den beiden Pensionisten nicht, dafür sorgen die Enkelkinder und ihre ausgefallenen Hobbys: Albert hat seinen Garten, außerdem stellt er tolle Schnitzarbeiten aus Holz her. Theresia malt und macht wunderschöne Schmuckstücke, außerdem ist sie begeisterte PC-Nutzerin. "Ich bin auch auf Facebook und nutze PC-Spiele." Die Goldene Hochzeit werden die beiden nur im Kreis ihrer Familie feiern. Früher reiste das Ehepaar gerne ans Meer. "Heute fühlen wir uns in Österreich wohl, unternehmen oft Tagesausflüge." Ein Patentrezept für ein langes, gemeinsames, glückliches Leben haben auch die beiden nicht. "Wir hatten unsere Höhen und Tiefen, aber man muss sich zurücknehmen und immer an der Beziehung arbeiten. Das Geheimnis ist ganz einfach die Liebe." meinbezirk.at/bgld/jubilare

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