19.09.2014, 20:49 Uhr

Einsatz im Hotelzimmer

LUTZMANNSBURG. "Beissender ätzender Geruch in Hotelzimmer" - lautete die stille Alarmierung am 18.09.2014 um 2:50 Uhr durch die Landessicherheitszentrale Burgenland. Sofort machten sich zwei Florianijünger vom Ortsfeuerwehrkommando Lutzmannsburg auf den Weg der Sache nachzugehen. Der genaue Einsatzort wird aus pietätischen Gründen nicht bekanntgegeben. Bei der Ausrückmeldung erfuhr die eingesetzte Mannschaft, dass der Geruch anscheinend vom Kühlschrank käme.
Beim Eintreffen der Feuerwehr befand sich die urlaubende Familie erschöpft, müde und vor allem verzweifelt an der Rezeption. Nach kurzem Einvernehmen wurde das Hotelzimmer unter die Lupe genommen.
"Schon beim Betreten des Appartements konnten wir den aggressiv beissenden Geruch wahrnehmen. Nach kurzer Zeit wurde das Atmen schwer, die Tränen rannten uns über das Gesicht! ", so Einsatzleiter HBI Ewald Weber.
Trotz Lüftvorgang wurde die Situation nicht angenehmer. Erst nach dem Entfernen des Gerätes konnte eine Besserung wahrgenommen werden.
Da der Geruch oder das freigesetzte Gas nicht definiert werden konnte, wurde das Landesfeuerwehrkommando Burgenland um Rat gebeten. Laut Auskunft der Experten dürfte es sich um Ammoniak - ein stark stechend riechendes, farbloses, wasserlösliches und giftiges Gas, das zu Tränen reizt und erstickend wirkt - gehandelt haben.

Schlagkraft der Feuerwehr

Die Florianis sammelten alle notwendigen Informationen zusammen, um eine Rekonstruktion zu gewährleisten.
Der Chemiker des LFKDOs wird sich der Sache annehmen.
Nach ca. einer Stunde Aufregung konnten die Urlauber in ein neues Zimmer übersiedeln und die Feuerwehr rückte ein.
Solche Einsätze zeigen wiedereinmal die gute Schlagkraft der Feuerwehr. Schnelle Alarmierung der Feuerwehr, professionelles Handeln und Kompetenz der eingesetzten Mannschaft bewarten hierbei drei Menschenleben vor gesundheitlichen Schäden.
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