Hospital ist in Betrieb

Franz Krösslhuber bei der Ultraschalluntersuchung einer kleinen Patientin.
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  • Franz Krösslhuber bei der Ultraschalluntersuchung einer kleinen Patientin.
  • Foto: OfJM/Krösslhuber
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Der Verein "Osttirol für Jalimo/Mondikolok" hat es geschafft und die erste Baustufe für das Hospital im Südsudan fertiggestellt. Seit einigen Wochen werden dort bereits die ersten Patienten behandelt. Initiator und Obmann Dr. Franz Krösslhuber war seit Mitte Jänner für zwei Monate dort, um den medizinischen Betrieb in die Bahnen zu leiten und sich einen Eindruck von der gesundheitlichen Situation zu machen.

Geburtenstation

Typhus, Wurmerkrankungen,Tuberkulose, Geschlechtskrankheiten und Mangelernährung gehören zu den häufigsten Krankeiten, unter denen die Menschen dort leiden. "Wir haben besonders viele Kinder und Frauen als Patienten. Es gibt eine hohe Kinder- und Müttersterblichkeit, da die Schwangerenbetreuung fast völlig fehlt und über 50 Prozent der Geburten ohne fachliche Unterstüzung, meist Zuhause, erfolgen", erklärt Krösslhuber. Die Folge sind auch sehr viele gynäkologische Beschwerden bei den Frauen, die dringend Untersuchungen und Behandlungen benötigen.
Die Einrichtung und Inbetriebnahme einer Geburtenstation steht daher für die Verantwortlichen jetzt an oberster Stelle und soll noch heuer erfolgen. "Das Gebäude steht bereits, es muss nur noch adaptiert und eingerichtet werden", berichtet der Lienzer Kinderarzt.

Personalproblem

Eine Herausforderung sieht Krösslhuber noch in der Personalfrage. Derzeit sind im medizinischen Bereich zwei Krankenschwestern und ein Laborant im Einsatz. Aufgrund der steigenden Patientenzahl, das Einzugsgebiet umfasst bis zu 100.000 Einwohner, muss aber auch hier deutlich aufgestockt werden. "Es ist sehr schwierig Personal zu bekommen, da die guten Leute von den NGOs durch große Gehälter abgeworben werden", erklärt Krösslhuber. Im Sinne der Nachhaltigkeit will der Osttiroler Verein mit diesen Löhnen nicht mitziehen, da das Krankenhaus bis zum Jahr 2022 von den Leuten vor Ort geführt werden soll und dann niemand mehr solche Löhne zahlen wird.

Weitere Pläne

Neben der Geburtenstation soll in Zukunft auch noch ein erster kleiner stationärer Bereich eingerichtet und das dafür notwendige Personal ausgebildet werden. Außerdem will man eine lokale Frauengruppe beim Aufbau eines Restaurants mit gesundem vielfältigem Speisenangebot am Krankenhausgelände unterstützen.
Diese Vorhaben und der laufende Betrieb kosten natürlich immer noch Geld. Bisher wurden für das Projekt 420.000 Euro gespendet. Jede Unterstützung ist aber weiterhin willkommen. IBAN: AT55 4073 0000 0001 7523. BIC: OVLIAT21.

Franz Krösslhuber bei der Ultraschalluntersuchung einer kleinen Patientin.
Der erste Abschnitt, der Untersuchungs- und Diagnosebereich, ist fertiggestellt und in Betrieb.
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