Otto-Wagner-Areal: Baubewilligung noch im Sommer

Die Diskussionen über die Nachnutzung des Otto-Wagner-Areals beschäftigen Politik und Anrainer seit Jahren.
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  • hochgeladen von Anja Gaugl

PENZING/OTTAKRING. Es wird ernst am Gelände des Otto-Wagner-Spitals: Nach jahrelangem politischen Hickhack, Protesten aus der Bevölkerung und einem Media-tionsverfahren steht die Baubewilligung kurz bevor. Der Baustart sei noch offen, heißt es aus dem Büro der zuständigen Stadträtin Maria Vassilakou.
"Aus baubehördlicher Sicht ist alles in Ordnung", so Gerhard Cech, Dienststellenleiter der Baupolizei. Er rechnet damit, dass noch im Juli oder August grünes Licht gegeben wird. Ist die Baubewilligung erst erteilt, haben die Bauwerber vier Jahre lang Zeit, diese zu nutzen.

Scheitern könnte das an der zu Redaktionsschluss noch fehlenden Bewilligung zur Fällung von Bäumen. Weder das Büro der Bezirksvorstehung noch die Baupolizei haben diesbezüglich einen Bescheid erhalten. Brisant: Die Bürgerinitiativen "Steinhof erhalten" und "Steinhof gestalten" laufen seit Jahren Sturm gegen mögliche Fällungen. Für die rund 500 Bäume auf dem Areal haben Anrainer und Prominente symbolische Patenschaften übernommen. "Zwischen 60 und 70 Bäumen sind in Gefahr", so Christine Muchsel von "Steinhof gestalten".

62 neue Wohnungen

Errichtet werden sollen die Häuser vom gemeinnützigen Bauträger Gesiba. Im Osten des Areals sind vier Gebäude mit insgesamt 62 Wohnungen ge-plant. "Dort gilt die Bauklasse 3. Maximal sind das 16 Meter. Die werden aber nicht zur Gänze ausgenutzt", so Cech. Das sei ein Entgegenkommen gegen-über den Bürgerinitiativen. Konkret sollen die Gebäude vier Geschoße hoch werden. "Dabei wird die Höhe an die umliegenden Pavillons angepasst", so Patrik Volf, Sprecher von Maria Vassilakou. Insgesamt sollen in den nächsten Jahren zehn neue Häuser mit insgesamt 140 Wohnungen gebaut werden. Bis zu 80 weitere Wohnungen sind in den Pavillons geplant.

Wie genau das aussehen wird, steht noch nicht fest. Bis Ende 2016 soll es endlich ein Gesamtkonzept für das Areal geben. Daran arbeitet die Wiener Standortentwicklung (WSE). Denn wenn das Spital abzieht, braucht es für die leer stehenden Pavillons neue Aufgaben.

Hintergrund

Bericht:Ein Herz für Bäume am Steinhof-Areal

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