Die "Stepptanz-Queen": Dagmar Benda unterrichtet in "Daphnes Tanzstudio"

Sie lebt für den Stepptanz: Dagmar Benda betreibt ein eigenes Studio und ist regelmäßig in New York, um Neues aus dem Genre zu erfahren.
  • Sie lebt für den Stepptanz: Dagmar Benda betreibt ein eigenes Studio und ist regelmäßig in New York, um Neues aus dem Genre zu erfahren.
  • Foto: Martin Lifka
  • hochgeladen von Yvonne Brandstetter

MARGARETEN. Wenn Dagmar Benda vom Stepptanz spricht, ist ihre Leidenschaft nicht zu verkennen. In der Schlossgasse im Keller einer alten Schmiede betreibt sie "Daphne’s Tanzstudio", benannt nach der Figur im alten Biedermeier-Haus. "Dieser Tanzstil ist in Wien leider unterrepräsentiert", so die gelernte Juristin.

"Mein Ziel ist es, Steppen in dieser Stadt wieder bekannter und beliebter zu machen." Die Liebe zum Tanzen fing bei Benda schon in der Kindheit an. Ihr Vater und ihre Mutter waren beide beim Singverein. "Ich erinnere mich noch, wann immer ich bei meiner Oma war und im Garten Musik gehört habe, spielten sich in meinem Kopf Tänze ab", erzählt die in Favoriten aufgewachsene Tänzerin. So nahm sie immer wieder Tanzstunden, kam manchmal wieder davon ab, aber auch immer wieder zurück: "Es ist einfach mein Leben."
Von Jus zum Tanz

Tap Dance-Erfahrungen in Amerika

In den USA (New York), der Heimat des "American Tap Dance", wie es im Original genannt wird, machte Benda immer wieder wichtige Erfahrungen für ihre weitere Berufslaufbahn und lernte Persönlichkeiten der Stepp-Szene kennen. Aber auch in Wien und Deutschland nahm sie immer wieder Unterricht. "Ich hatte sehr viele verschiedene Lehrer", lacht sie. Dennoch studierte sie nach der Matura Jus, um – wie es damals stets hieß – einen "gescheiten" Beruf zu lernen. Sie arbeitete danach in der Wirtschaft, aber kam nie ganz von ihrer Leidenschaft los, bis sie sich 1993 dafür entschied, hauptberuflich als Tanzlehrerin zu arbeiten und das auch 11 Jahre lang tat. Heute lehrt Benda nur noch nebenbei.
"In Wien ist es nicht einfach mit dem Steppen. Es ist ein Minderheitenprogramm", sagt sie. Aber aufgeben will sie das Tanzen nie. "Ich lese mit Begeisterung Berichte von Menschen, die mit 100 noch tanzen." Benda versuchte sich auch an anderen Tanzstilen wie Jazz- oder Modern Dance, doch das Steppen wird für sie immer etwas Besonderes bleiben. "Dieser Stil hat ein enorm breites Spektrum. Ich kann zu moderner Musik ebenso wie zu Bach-Melodien tanzen. Es ist wahnsinnig vielseitig, macht fit und fördert die Koordination", strahlt sie. Ihre Begeisterung gibt sie an die Schüler weiter.

Veranstaltung im Amtshaus Margareten
Derzeit versucht sich die begeisterte Choreografin an A-cappella-Stücken. Jährlich veranstaltet die Juristin außerdem ein Studiofest, dieses Jahr plant sie eine größere Veranstaltung im Amtshaus, im Rahmen der Bezirksfestwochen. Dort werden Schüler und Profis gemeinsam tanzen. Willkommen ist jeder, der Eintritt ist frei. Wer sich für Unterrichtsstunden bei Dagmar Benda interessiert, kann auf ihrer Homepage Kontakt mit ihr aufnehmen.

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