Donnerstagsdemo
"Wir machen weiter, bis Kurz und die ÖVP Minister ihre Ämter zurücklegen!"

Auch heute gehen wieder tausende Menschen gegen unsoziale und rassistische Politik auf die Straße.
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  • Auch heute gehen wieder tausende Menschen gegen unsoziale und rassistische Politik auf die Straße.
  • Foto: Jakob Alexander
  • hochgeladen von Elisabeth Schwenter

WIEN. Es ist wieder Donnerstag und trotzdem in den vergangenen Tagen die Minister der FPÖ aus der Regierung entlassen wurden - oder diese selbst verlassen haben, demonstrieren heute wieder Tausende auf Wiens Straßen. Los geht es um 18 Uhr am Westbahnhof.

Die Route der heutigen Demo führt über die Felberstraße, die Tannengasse, die Markgraf-Rüdiger-Straße, die Gablenzgasse, die Burggasse und die 2er Linie zur Abschlusskundgebung in der Lichtenfelsgasse vor die ÖVP-Zentrale.



Ibiza Affäre: Es wird trotzdem demonstriert

Die FPÖ-Regierungsbeteiligung ist wegen der Ibiza-Affäre zwar Geschichte, doch die Demonstranten der Donnerstagsdemos wollen mehr. "Wir gehen, bis sich tatsächlich etwas zum Besseren ändert und das ist von Kurz nicht zu erwarten, der gerade versucht, Opfer und Messias gleichzeitig zu sein - in einer Situation, die allein er zu verantworten hat. Deswegen ändern wir die Route und gehen vom Europlatz zur ÖVP-Zentrale in der Lichtenfelsgasse", richten sie über ihre Facebook-Seite aus.

"Und am 30. Mai – bei unserem 32. Donnerstag, an dem wir uns am Ballhausplatz direkt beim Bundeskanzleramt treffen, werden wir unter dem Motto „Alles muss anders“ unsere Visionen für eine bessere Gesellschaft und damit auch die Ansprüche an eine Nachfolge-Regierung ganz konkret deutlich machen", so Laura Holzinger-Şahan, eine der Organisatorinnen der Demo. "Außerdem ist es uns wichtig, allen bei den Neuwahlen kandidierenden Parteien auszurichten, wie sich diese Politik und die Verhältnisse ändern müssen, damit ein gutes Leben für wirklich alle im Land zur Realität werden kann."

Die Woche vor der EU-Wahl 

Am Sonntag findet die EU-Wahl statt. Auch das wird ein Thema der heutigen Demo sein. Denn Hunderttausende sind nicht wahlberechtigt, obwohl sie durchaus von den Ergebnissen der Wahl betroffen sein werden. "Auch diese Wahl wird freilich nicht so viel oder alles ändern. Aber gerade in Zeiten wie diesen, in der die rechte und rechtsextreme Front der Straches, Salvinis, Kaczyńskis und Orbans Hand in Hand mit den neoliberalen Wölfen im Maßschafspelz wie Kurz nicht nur die einzelnen Nationalstaaten, sondern auch die ganze EU in antisoziale, kleingeistige, menschenfeindliche Abgründe führen versuchen, erscheint jede kleine wie große Wahl überlebenswichtig", heißt es von den Organisatoren der Demo.

Auch für ein solidarisches Zusammensein in Europa wird heute demonstriert.
Die Stimmen werden für jene, die sich für Seenotrettung, gegen die Klimakatastrophe, Überwachung, Sozialabbau oder Wohnungsnot organisieren, erhoben. "Das sind Menschen, die versuchen, für sich und ihre Familien ein besseres Leben zu erarbeiten, indem sie in Ländern wie Österreich die Kranken und Alten pflegen, genauso wie jene, die versuchen, für ein besseres Leben geschlossene Grenzen zu überqueren", ergänzt Laura Holzinger-Şahan.

Auch heute gehen wieder tausende Menschen gegen unsoziale und rassistische Politik auf die Straße.

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