St. Georgen/Gusen
Großes Gebäude für die Gedenkstätte "Bergkristall"

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Eine würdige KZ-Gedenkstätte soll beim Stollensystem "Bergkristall" in St. Georgen an der Gusen entstehen. Mittelpunkt ist das Gebäude des ehemaligen Sinneparks Münzbach.

ST. GEORGEN/GUSEN, MÜNZBACH. Das Stollensystem "Bergkristall" in St. Georgen an der Gusen war lange aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verschwunden. Tausende Häftlinge aus dem KZ Gusen verrichteten während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeit in der unterirdischen Flugzeugfabrik, um die 10.000 von ihnen starben dort. Bgm. Erich Wahl sieht es als "historische Verantwortung", auf diesem Gelände eine würdige Gedenkstätte zu errichten. Unterstützung erhält er von der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, dem Gedenkdienstkomittee Gusen, der Plattform Johann Gruber und der Bewusstseinsregion.

Von Münzbach nach St. Georgen/Gusen

Jetzt wurde beschlossen, das Gebäude des vor einigen Monaten geschlossenen Sinneparks Münzbach neben dem Stolleneingang aufzubauen. Darin soll ein Veranstaltungsraum für Besucher und Schulgruppen zur Vorbereitung und Nachbesprechung Platz finden, außerdem das Büro der Bewusstseinsregion und eine große Dauerausstellung in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Mauthausen und ein Lagerraum für Artefakte. Toilettenanlagen werden installiert. Bei den 75. Befreiungsfeiern nächstes Jahr soll das Areal mit dem 300 Quadratmeter großen Gebäude fertiggestellt sein. Die Kosten belaufen sich inklusive Inneneinrichtung auf etwa 560.000 Euro, die vom Land OÖ, der Leader-Region Perg-Strudengau und von der Gemeinde selbst gestellt werden. Für die Umsetzung des Projekts werden noch freiwillige Helfer, besonders Handwerker, gesucht.

Land OÖ unterstützt den Ausbau der Gedenkstätte

"Wir werden alle Planungen, rund um das 1944 errichtete Stollensystem ‚Bergkristall‘ in St. Georgen/Gusen ein ‚Haus der Erinnerung‘ zu schaffen, unterstützen“, erklärte Landeshauptmann Thomas Stelzer. „Uns ist es wichtig, dass diese Gedenkstätten in würdiger Form an jene Menschen erinnern, denen hier unmenschliches Leid zugefügt wurde. Mit diesem Gedenken wollen wir aber auch in Gegenwart und Zukunft wirken, um zu verhindern, dass sich derartiges Leid jemals wiederholt.“

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