Thema Wolf beschäftigt Jägerschaft

von li.: Bezirksjägermeister Ulf Krückl, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Landtagspräsident Viktor Sigl und Landesjägermeister Sepp Brandmayr.
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  • von li.: Bezirksjägermeister Ulf Krückl, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Landtagspräsident Viktor Sigl und Landesjägermeister Sepp Brandmayr.
  • hochgeladen von Elisabeth Glück

NAARN/BEZIRK PERG. Bereits zum 30. Mal ging der Perger Bezirksjägertag in Naarn über die Bühne. Bezirksjägermeister Ulf Krückl begrüßte zahlreiche Jagdkollegen und Ehrengäste wie Landesjägermeister Sepp Brandmayr und Landeshauptmann Thomas Stelzer. Neben der Abschussplanerfüllung von 103,3 % und dem Anstieg des Abschusses von Schwarzwild von 78 auf 133 Stück war der Wolf das zentrale Thema. "Niemand will den Wolf ausrotten, doch wenn er zur Gefahr für Nutz-, Wild- und Haustiere wird, muss über eine Jagdgenehmigung in verschiedenen Gebieten nachgedacht werden", sagte Ulf Krückl in Richtung Politik, die diese Rahmenbedingung schaffen soll.

Mehrere Zwischenfälle

Im Bezirk Perg kam es in letzter Zeit zu mehreren Zwischenfällen mit einem Wolf. In Bad Kreuzen wurde im November 2017 ein auffallend wohlgenährtes Exemplar gesichtet und aus nächster Nähe fotografiert. "Der Wolf ist ein fauler Hund. Wenn er merkt, dass er sich gefahrlos in besiedelten Gebieten aufhalten und Nutz- und Haustiere reißen kann, dann wird er das immer wieder tun", meinte Krückl. Wie gefährlich der Wolf auch für den Menschen werden kann, berichtete Heimat- und Familienforscher Wolfgang Schachenhofer. Überfälle von Wölfen auf Kinder vor rund 300 bis 400 Jahren waren keine Seltenheit, wie er aus Aufzeichnungen berichtet.

Gefahr durch Schweinepest

Auf ein weiteres Problem, nämlich die afrikanische Schweinepest, machte Tierarzt Heinz Grammer aufmerksam. "Die afrikanische Schweinepest beschäftigt uns schon seit 2014, doch nun ist sie sehr nah gekommen und es ist äußerste Vorsicht geboten. Nicht nur das Hausschwein, sondern auch Wildschweine können davon betroffen sein und da tragen besonders Jäger eine große Verantwortung. Bitte alle Auffälligkeiten oder tote Tiere sofort melden", ersuchte der Tierarzt die anwesenden Jäger um ihre Mithilfe, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

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