Über 770 Jahre alt
Traditionsbetrieb unter neuer Führung

Michael Temper und sein Vorgänger Klaus Steinbauer, der das Sägewerk 1981 von seinem Vater übernommen hatte.
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  • Michael Temper und sein Vorgänger Klaus Steinbauer, der das Sägewerk 1981 von seinem Vater übernommen hatte.
  • hochgeladen von Michael Köck

Im Frühjahr übernahm Michael Temper aus St. Georgen am Walde Sägewerk von Klaus Steinbauer.

DIMBACH. Umgeben von Wäldern, produziert die "Temiholz GmbH" in der Ortschaft Hornberg bis zu 15 Meter langes Kantholz für Dachstühle. Eine Nische, die große Industriebetriebe nicht abdecken können. Hinzu kommen "Rundherum-Produkte" wie Dachlatten, Pflöcke und Bretter.
Michael Temper ist gelernter Holz- und Sägetechniker. 18 Jahre lang war er bei einem Konzern in der Sägeindustrie tätig. Der 36-Jährige startete heuer zu Beginn der Bausaison mit drei neuen, jungen Mitarbeitern durch. Worin er eine große Herausforderung sieht? "Die Käferholz-Problematik. Das Holz, das der Käfer beschädigt hat, wird in fünf bis zehn Jahren fehlen. Einige Sägewerke werden damit zu kämpfen haben."

"Holz ist ein ökologischer Baustoff"

Vorerst konzentriert sich der Jung-Unternehmer voll aufs Kerngeschäft. Mittelfristig plant er für die Winter-Saison, die Sägeindustrie mit Produkten zu versorgen, die sie selbst nicht herstellen kann.
Das Holz stammt von Lieferanten aus der waldreichen Gegend im Mühl- und Waldviertel. Die Hauptkundschaft stellen kleine bis mittlere Zimmereien, aber auch private Häuslbauer dar.
Mit Rat und Tat zur Seite steht ihm Klaus Steinbauer, der direkt neben dem Sägewerk lebt. Was dieser besonders betont? "Holz ist ein ökologischer Baustoff." Er erwähnt die kurzen Transportwege vom Wald zum Sägewerk und zu den Endverbrauchern, die sich alle im Umkreis von etwa 100 Kilometern befinden. "Umweltbelastung und Co2-Ausstoß sind somit sehr gering".

Geschichte reicht weit zurück

Die offizielle Geschichte der heutigen "Temiholz GmbH" reicht fast 800 Jahre und damit bis ins Hochmittelalter zurück. 1247 findet sich die erste urkundliche Erwähnung. In diesem Jahr kaufte das Stift Waldhausen die damalige "Kramermühle". 1785 ging diese in den Privatbesitz von Steinbauers Vorfahren über. Das Sägewerk kam erst im 19. Jahrhundert hinzu. Die Mühle wurde 1977 aufgelassen. Vier Jahre später, 1981, übernahm Klaus Steinbauer den Betrieb von seinem Vater. Ein weiterer Meilenstein findet sich 1995, als das Sägewerk neu gebaut wurde.

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