20.10.2016, 08:31 Uhr

Kopfläuse haben wieder Saison

(Foto: panthermedia/goodluz)

Wenn es kälter wird, werden auch Kopfläuse wieder aktiver. Doch was hilft wirklich gegen die lästigen Viecher und woher kommen sie eigentlich?

PERG. Wer schon einmal von Kopfläusen befallen war weiß, wie unangenehm diese sein können. Viele Menschen ignorieren jedoch den Juckreiz und geben den Läusen so die Möglichkeit, sich weiterzuverbreiten. Die Übertragung ist auch einfacher als gedacht. Die sechsbeinigen Insekten krabbeln bei menschlichem Kontakt von Kopf zu Kopf. Doch der Kontakt zu Mitmenschen ist bei Weitem nicht die einzige Variante, um sich anstecken zu können. Benutzt man fremde Kämme oder Kopfbedeckungen, so können die kleinen Tierchen auch auf dem eigenen Kopf eine neue Heimat finden. Im Gegensatz zur weitläufigen Meinung haben Kopfläuse aber nichts mit mangelnder Sauberkeit zu tun. Auch das Gerücht, sie würden von einem Kopf zum anderen fliegen, ist nicht richtig, da die kleinen Insekten weder Flügeln haben, noch springen können. Ebenso wenig gesundheitsgefährdend sind Kopfläuse.

Rasante Vermehrung

"Kopfläuse ernähren sich mehrmals täglich von Blut. Der Juckreiz wird vor allem durch den zurückgebliebenen Speichel ausgelöst", erklärt Maria Kitzler von der Apotheke zur heiligen Dreifaltigkeit in Perg. Besonders beliebte Biss-Stellen sind hinter den Ohren, im Nacken- und Schläfenbereich. Haben sich die sesamkorngroßen Parasiten eingenistet, legen sie sofort mit der Fortpflanzung los. Die weibliche Laus legt bis zu zehn Eier pro Tag. Die sogenannten Nissen sind weiß und schlüpfen bereits nach zehn Tagen, um sofort wieder mit der Reproduktion zu beginnen. Die Frage nach einem Schutz gegen den Befall ist schwierig zu beantworten. "Die meisten von uns leben nicht isoliert und möchten sich ihre Haare auch nicht auf zwei Zentimeter abschneiden lassen, deshalb kann es jeden treffen", so Kitzler. Ist ein Lausbefall in der Umgebung bekannt, kann man aber durch Kontrolle vorsorgen. Einfach die angefeuchteten Haare mit einem speziellen Lauskamm auskämmen und auf einem Küchenpapier ausstreichen, dadurch werden die dunklen Tiere sichtbar. Auch nach den weißen Eiern, die nicht direkt auf der Kopfhaut zu finden sind, sollte man Ausschau halten. Die Expertin rät zu verschiedenen Shampoos oder Sprays, die einem Befall vorbeugen können. Ist man bereits von Kopfläusen befallen, so gibt es in der Apotheke hilfreiche Arzneimittel. Diese sollten genau nach Gebrauchsanweisung verwendet werden. "Zu kurze Einwirkdauer oder zu geringe Mengen können die Wirkung beeinträchtigen". Außerdem sollte man zwei Wochen lang alle vier Tage die Haare mit einem Läusekamm auskämmen und Bürsten etc. gründlich reinigen.

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