07.02.2017, 15:02 Uhr

GLS: Entscheidung am 3. März

Die GLS mit Sitz in Perg meldete Anfang November Insolvenz an. Ob es weitergeht, entscheidet sich am 3. März.

Optimismus bei GLS, weil Prater-Baustelle weitergebaut wird. Masseverwalter prüft Sanierungsplan.

PERG. Für die GLS-Geschäftsführer Edmund Wall und Walter Besenbäck steht nach wie vor die Fortführung des Bauunternehmens im Vordergrund. Momentan sind 55 Arbeiter beschäftigt, mit denen ein Teil der Aufträge aus der Zeit vor der Insolvenz abgearbeitet wird. Positiv: Die Arbeiten an der Großbaustelle Praterbrücke werden nach der Einigung mit der Asfinag in der Vorwoche wieder aufgenommen – siehe Bericht. Differenzen über während der Sanierung auftretende Mehrkosten für die GLS konnten ausgeräumt werden. Die Fertigstellung ist mit August geplant. In der Zwischenzeit wurde mit einem Bauunternehmen aus dem Süden Österreichs die Auffanggesellschaft GWB gegründet. „Weil sich die GLS in einem laufenden Insolvenzverfahren befindet, können wir bis zur Entscheidung des Gläubigerausschusses am 3. März an keinen öffentlichen Ausschreibungen teilnehmen. Wir können nicht warten. Wir brauchen für eine Fortführung neue Aufträge“, begründet Wall dieses Vorgehen. Bei einer Fortführung der GLS können sich Wall und Besenbäck eine Kooperation mit der GWB vorstellen. Ab 17. Februar werden genaue Zahlen über eingebrachte und anerkannte Forderungen am Tisch liegen. Am 3. März entscheiden dann die Gläubiger am Landesgericht in Linz, ob sie dem Sanierungsplan zustimmen. Den Gläubigern dürfte eine Quote von 20 Prozent, zahlbar in zwei Raten, angeboten werden. "Die GLS will sanieren, daher ist es positiv, wenn es Aufträge gibt", sagt Peter Shamiyeh zum Thema Prater-Baustelle.

Angemessen & finanzierbar

Der Masseverwalter prüft den Sanierungsplan des Schuldners GLS auf Angemessenheit und Finanzierbarkeit. "Bei einer Sanierung verzichten die Gläubiger auf einen Teil der Forderungen, in unserem Fall auf 80 Prozent. Die Gläubiger erwarten, dass ich ihnen bekannt gebe, ob der Sanierungsplan angemessen ist. Bekommen sie gleichviel oder mehr als bei einer Verwertung der Gesellschaft?", erklärt Shamiyeh. Im November meldete GLS Insolvenz an. Das Bauunternehmen beschäftigte 220 Mitarbeiter.
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