Pressbaum
Droht Megaprojekt in Villengegend Bartberg?

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PRESSBAUM (bs). Die Gerüchteküche brodelt: In sozialen Medien ist von einem geplanten Monsterprojekt die Rede. Soll das kürzlich verkaufte Haus Bartberg massiv ausgebaut und die ruhige Wohnsiedlung zu einem hochfrequentierten Ausflugsziel werden? Wird der geschützte Biosphärenpark umgewidmet und verbaut? Die Bezirksblätter haben nachgefragt.

Attraktivierung

"Nein, es ist kein Großprojekt geplant. Das Hotel bleibt so, wie es war, vielleicht mit vier oder fünf Zimmern mehr", ist die Auskunft des bisherigen Eigentümers des Haus Bartberg Gerd Prechtl. "Die Restaurantausrichtung soll verstärkt werden – mit ungestörtem Blick auf den Wienerwaldsee – und rundherum wird ein Park angelegt, der öffentlich zugänglich ist und Spielplätze bieten soll", fährt er fort. Der Teil hinter dem Haus ist momentan als "Wiese und Wald" gewidmet. Damit beispielsweise Biotop, Waldlehrpfal, Trialstrecke für Kinder angelegt werden darf, muss in "Wiese und Park" umgewidmet werden. Derzeit gäbe es Überlegungen der neuen Eigentümer, die jedoch noch nicht spruchreif sind. Etwa, dass man drei Ponys zum Ponnyreiten hinstellen könnte.

"Die Ängste kann ich verstehen"

"Den Betrieb gibt es nun seit 40 Jahren. Seit der Finanzkrise und aufgrund unseres Alters - meine Frau und ich sind zusammen immerhin 160 Jahre - 
und einer Erkrankung ist der Betrieb mittlerweile zurückgefahren", erklärt Gerd Prechtl. Um wieder auf die Beine zu kommen, muss etwas verändert werden. Dennoch versteht er Befürchtungen: "Jede Sorge jede Angst, die jemand hat, ist berechtigt, auch wenn sie nicht rational begründbar ist. Die einzige Methode ist, vernünftige Gespräch zu führen und Vertrauen herstellen. Wir hatten mit den Nachbarn immer ein gutes Verhältnis, daran sind auch die neuen Eigentümer interessiert!"

"Gibt noch keine Einreichnung"

Vizebürgermeister Alfred Gruber schildert die Sicht von Gemeindeseite: "Es gibt eine Skizze und den Wunsch auf Umwidmung, aber noch keine Projekt-Einreichung. Das normale Prozedere sieht eine Begutachtung vor, anschließend Auflage, in der die Anrainer verständigt werden, Eingaben werden abgehandelt. Selbstverständlich schauen wir dabei auf unsere Bürger."

Autor:

Birgit Schmatz aus Klosterneuburg

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