Schöner Bahnhof, jedoch unattraktiv für Pendler
Pendler enttäuscht vom neuen Bahnhof Rekawinkel

GR Peter Grosskopf meint es besteht noch Hoffnung für eine Fahrplanverdichtung.
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  • GR Peter Grosskopf meint es besteht noch Hoffnung für eine Fahrplanverdichtung.
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REKAWINKEL (bri). Kürzlich wurde der Bahnhof Rekawinkel, der komplett renoviert, modernisiert und barrierefrei gemacht wurde offiziell eröffnet. (Die Bezirksblätter berichteten). Doch was nützt der schöne Schein, wenn trotzdem nicht mehr Intervalle der Züge, die dort auch halten, angeboten werden. Auf die Umfrage der Redakteurin, hagelte es von vielen Bürgern Kritik: zu wenig Züge, kein WC und nur ein Ticketautomat. Diese Fragen beantwortete nun ÖBB-Pressesprecher Karl Leitner: "Der Nahverkehr bedient Rekawinkel in der Pendlerstoßzeit im Halbstundentakt und tagsüber im Stundentakt mit S- Bahnzügen zum Westbahnhof. Ein Mehrverkehr mit zusätzlichen Zügen bedarf nach vorheriger Evaluierung einer Leistungsbestellung durch die Gebietskörperschaften. Im neuen Fahrplan 2019 bleibt das Angebot vorerst unverändert bestehen." Zu der nicht vorhandenen Sanitäranlage am Bahnof meint Leitner: "Die ÖBB haben derzeit in Österreich 1100 Bahnhöfe und Haltestellen. Unser Ziel ist es, an den Stationen mit den meisten Fahrgästen moderne und auch betreute Toiletten zu betreiben. Laut Ausstattungskriterien muss ein Bahnhof eine gewisse Reisendenfrequenz aufweisen, um sie mit einer Toilette auszustatten. Diese ist beim Bahnhof Rekawinkel zu gering, weshalb der Bahnhof nicht mit einer Toilette ausgestattet wurde. Allerdings haben wir für unsere Fahrgäste in jedem Zug eine Toilette, die unsere Kunden sofort nach Besteigen des Zuges verwenden können. Die Zug-WC werden seit Jahren immer wieder verbessert, wofür auch viel Geld aufgewendet wird." Auch dass es nur einen einzigen Ticketautomaten gibt, stößt vielen Pendlern sauer auf. "Die Stationierung von Ticketautomaten wird aufgrund der Fahrgastfrequenzen in den Verkehrsstationen und auch nach wirtschaftlichen Kriterien durchgeführt. In Rekawinkel wird derzeit mit dem bestehenden Automaten für den Ticketverkauf das Auslangen gefunden", so Karl Leitner.

Barrierefrei und modern

Letzten Donnerstag, traf sich die Redakteurin mit GR Peter Grosskopf direkt am Bahnhof zum Lokalaugeschein. Grosskopf kennt den Bahnhof wie seine Westentasche, war er doch jahrelang Fahrdienstleiter in Rekawinkel. "Nach letzten Informationen des VOR und der ÖBB besteht Hoffnung, dass es ab Fahrplan 2019/2020 Verbesserungen gibt. Im EU-Amtsblatt wurde jedenfalls eine Verdichtung angekündigt (das ist mindestens ein Jahr vorher erforderlich). Ob diese Verdichtungen (derzeit in Rekawinkel und Dürrwien nur ein Zug pro Stunde und Richtung) bis Rekawinkel kommen oder bis Neulengbach steht noch nicht fest. Das wird noch zwischen Bund, Land NÖ, Wien und Burgenland im Rahmen des neuen Verkehrsdienstevertrags verhandelt, denn mehr Züge kosten mehr Geld und müssen von den Gebietskörperschaften bestellt und bezahlt werden", so der Gemeinderat für Verkehr und Infrastruktur. pendler Michael Brandl: "Ich habe vor einigen Jahren wieder vom  Zug aufs Auto gewechselt, denn der Zugfahrplan für Rekawinkel ist witzlos". Roman Schuster meint: "In Dürrwien ist es ja auch ein Desaster. Hier gibt es eine tolle Park & Ride, aber es halten nur die S-Bahnen." Peter Grosskopf: "Man kann jetzt nur hoffen, dass die Vorschläge für eine Verdichtung, doch noch zustande kommen." Michael Sigmund: "Super wärs - und auch technisch möglich - wenn die S50 statt von Wien Westbahnhof bis Tullnerbach-Pressbaum, immer von Wien Westbahnhof bis Neulengbach fahren würde (oder sogar bis St. Pölten). Der Vorteil wäre, dass an den Bahnhöfen und Haltestellen westlich von Tullnerbach-Pressbaum - also auch z.B. am neuen Bahnhof Rekawinkel - die Anzahl der Züge pro Stunde automatisch massiv steigen würde. Der Bahnhof würde so für viele Pendler aus der Region gleich wesentlich interessanter werden."

GR Peter Grosskopf meint es besteht noch Hoffnung für eine Fahrplanverdichtung.
Gähnende leere auf dem Parkplatz: Von Pendlern wird der Bahnhof Rekawinkel, in dem viel zu wenig Züge stehen bleiben, als unattraktiv bezeichnet.
Autor:

Brigitte Huber aus Purkersdorf

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