Portrait
Marlene Salchner liebt die Natur

Marlene Salchner ist in ihrer Freizeit gerne in der heimischen Natur und Bergwelt unterwegs.
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  • Marlene Salchner ist in ihrer Freizeit gerne in der heimischen Natur und Bergwelt unterwegs.
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  • hochgeladen von Günther Reichel

ELMEN (rei). Seit Jahresbeginn ist Marlene Salchner neue Geschäftsführerin im Naturpark Tiroler Lech. Gänzlich neu ist die Aufgabe für sie aber nicht.

Studium in Innsbruck

Nach ihrem Biologiestudium in Innsbruck war sie bereits als Naturparkführerin aktiv, trat dann 2013 als Assistentin der damaligen Geschäftsführerin ein, und übernahm mit deren Ausscheiden den "Chefposten". Im Jänner noch im Zweierteam an der Seite ihrer Vorgängerin, seit 1. Februar ist sie nun alleinige Geschäftsführerin.
Sie sieht sich als Chefin, die ihre Vorstellungen mit einem starken Team umsetzt, Aufgaben anpacken kann und gleichzeitig Raum für Neues gibt. Davon ist sie überzeugt.

Ein Traumjob

"Für mich ist das ein Traumjob", sagt die junge Biologin, die im Zuge ihres Studiums den Fachbereich Ökologie für sich wählte. Durchaus ein kleines Wagnis, denn hier sind gute Job-Angebote rar. "Ich hätte mich auch für eine Tätigkeit in einem Labor entscheiden können, aber die Arbeit im Naturpark bzw. im Naturschutzbereich erfüllt mich mehr."
Draußen in der Natur fühle sie sich eindeutig wohler. Schon in Kindheitstagen war sie viel mit der Familie draußen. Ski fahren, wandern, das sei das ihre. Und nein, man habe sie nicht dazu zwingen müssen, "ich war immer gerne draußen unterwegs!"
Das Biologiestudium reizte sie, die Chance, danach in der Heimatregion eine Aufgabe und Anstellung zu finden, war in der Folge ein "Glücksfall", wie sie selbst sagt.

Viele Aufgaben

Ihr Aufgabengebiet hat sich gewandelt. In der Anfangsphase war Marlene Salchner als Naturparkführerin fast nur draußen unterwegs, und führte Schulklassen und andere Besucher durch den Naturpark. Mit ihrer Anstellung als Assistentin der Geschäftsführung kamen vermehrt auch Verwaltungstätigkeiten dazu. "Heute sitze ich schon viel in meinem Büro im Naturparkhaus. Trotz der Tätigkeit am Schreibtisch findet man mich immer wieder in der Natur", erzählt Marlene Salchner.
Und diese Natur, die ihr sprichwörtlich zu Füßen liegt - das Naturparkhaus thront einige Meter oberhalb des Lechs auf der Klimmbrücke in Elmen - hat für die junge Biologin nichts an Faszination verloren. Im Gegenteil "Es ist so schön bei uns. Zu allen Jahreszeiten."

Wo ist es am schönsten?

Ob sie denn eine Lieblingsjahreszeit hat, wollten wir wissen? "Nein, jede Zeit hat ihre Reize. Ich genieße das ganze Jahr." Aber bestimmt gibt es ein Lieblingsplätzchen im Naturpark? "Da gibt es mehrere. Die Schigge in Holzgau, der Beichlstein in Stanzach, der Lechzopf in Forchach, dazu die Aulandschaft in Pflach. Mein persönlicher Lieblingsplatz wird nicht verraten", sagt sie mit einem Augenzwinkern.
Noch heute führt sie interessierte Personen an diese und viele andere schöne Orte im Naturpark. Wenn Marlene Salchner heute als Naturparkführerin selbst aktiv wird, folgen ihr aber weniger Schüler oder Feriengäste. Es sind eher Mitarbeiter von Universitäten, von Behörden, Journalisten aber auch von anderen Schutzgebieten.

Arbeit in der Natur

Dennoch ist sie so nah als möglich am "Tagesgeschäft" dran. So ist sie etwa für das "Heuschrecken-Monitoring" zuständig. Eine neue Aufgabe, die es im Naturpark zu erledigen gilt. Ein klar definierter Bereich wird dabei mehrmals im Jahr genau kontrolliert. "Hinschauen, zählen, dokumentieren", fasst Marlene Salchner diese Arbeit in kurzen Worten zusammen. Auch das gehört zur Arbeit einer Biologin.
Die Geschäftsführerin des Naturparks packt aber auch selber mit an, wenn es gilt, Fremdpflanzen, sogenannte Neophyten, zu bekämpfen. 
Und als Geschäftsführerin ist sie natürlich auch für die Mitarbeiter zuständig. Das "Kernteam" wird von Frauen gebildet. Neben ihr gehören ihre Stellvertreterin Yvonne Markl und Schutzgebietsbetreuerin Caroline Winklmair zu den "Fixen". Dazu kommen elf Naturparkführer, zwei Praktikanten im Sommer, und acht ehrenamtliche Helfer, welche das Naturparkhaus in Elmen während der Sommermonate an sieben Tagen in der Woche (täglich von 10-16 Uhr, Anm.) offen halten.

Abwechslung muss sein

Wer viel arbeitet, freut sich irgendwann auch auf den Urlaub. Dann schaut sich Marlene Salchner gerne einmal schöne Städte an. Um abzuschalten, zieht es sie aber doch wieder in Gegenden, in denen die Natur von zentraler Bedeutung ist. Und da wird es dann durchaus einmal etwas "exotischer". "Costa Rica war ein Erlebnis", erzählt sie, und fügt mit einem Lächeln an, dass sie immer gerne nach Hause zurückkommt.

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