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Die Kapelle St. Sebastian in Tannheim ist ein Juwel

Bgm.Markus Eberle (li) und Renovierungs-Ausschussobmann Markus Peintner in der Kapelle.
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  • Bgm.Markus Eberle (li) und Renovierungs-Ausschussobmann Markus Peintner in der Kapelle.
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TANNHEIM (rei). Die Kapelle St. Sebastian im Tannheimer Ortsteil Berg wurde im vergangenen Jahr umfassend restauriert. Heute ist das kleine Gotteshaus ein echtes Schmuckstück.

Man soll sich nie auf Äußerlichkeiten verlassen, das hört man immer wieder. Auf die Sebastianskapelle in Tannheim Berg trifft das auf alle Fälle zu. Spaziert man an der Kapelle vorbei, schenkt man dieser eher wenig Beachtung. Dabei gilt: Hinschauen, genauer gesagt hineinschauen, lohnt sich.

Lange Jahre fristete die Kapelle ein beschauliches Dasein. Das änderte sich im Jahr 2017. Damals kümmerte sich in Vertretung des Ortspfarrers ein auswärtiger Geistlicher um das Seelenheil der Gläubigen. Im Rahmen seiner Tätigkeit besuchte er auch die Sebastianskapelle und erkannte umgehend: schlechter Zustand, aber dennoch ein wahres Juwel.

Im März 2017 ging es los

Der Geistliche fand Gehör. Markus Peintner, Agrarobmann der Fraktion Berg, stellte sich an die Spitze einer Initiative, die sich der Renovierung annahm. Im März 2017 wurden erste Gespräche mit dem Denkmalamt geführt und nach Möglichkeiten der Sanierung gesucht.
Schnell war klar, dass es sich hier um ein echtes Kulturjuwel handelt. "Der besondere kunsthistorische Wert wurde uns in der Zeit der Renovierung immer wieder von den Fachleiuten - zu unserem Staunen - attestiert", erklärt Peintner.

Die Sanierungsarbeiten erforderten vollen Einsatz.
  • Die Sanierungsarbeiten erforderten vollen Einsatz.
  • Foto: Markus Peintner
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650 Arbeitsstunden

Er und viele weitere Helfer machten sich in den folgenden Monaten daran, das Innere der Kapelle in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Insgesamt wurden 650 Stunden an Eigenleistungen von den Mitgliedern der Agrargemeinschaft Tannheim Berg aufgebracht.  So galt es etwa den Boden auszutauschen. Mit Schubkarren, Schaufeln und Bickeln wurde der alte Boden hinausgerissen. Eine mühsame Arbeit, daher wurde ein Kleinbagger zur Unterstützung angeschafft, der nach getaner Arbeit weiterverkauft wurde. "Das war ein Elektrobagger, damit keine Abgase in den Kirchenraum gelangen", erzählt Markus Peintner von einem besonderen Detail.

Der heilige Sebastian, dargestellt als Altarfigur.
  • Der heilige Sebastian, dargestellt als Altarfigur.
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Dort, wo es notwendig war, wurden auch Fachleute mit Sanierungsarbeiten betraut. Immer mit Rat zu Seite standen die Spezialisten des Denkmalamtes. "Es ist schön zu sehen, welch Eigendynamik sich daraus entwickelt hat bzw. welches Gemeischaftsgefühlt in uns geweckt wurde", freut sich Peintner über das gelungene Projekt.
Zufrieden ist auch Bürgermeister Markus Eberle: "Die Gemeinde wäre nicht in der Lage, solche Kulturgüter zu alleine zu renovieren. Durch Initiativen wie hier bei der St. Sebastianskapelle wurde wertvolles Kulturgut erhalten. Dafür sagt die Gemeinde herzlich danke!"

Dass es sich beim kleinen Kirchlein in Tannheim Berg um etwas Besonderes handelt, lässt sich auch daran ableiten, dass in einer Festschrift, herausgegeben anlässlich der Segnung im Anschluss an die Renovierungsarbeiten auch Bischof Hermann Glettler und Kulturlandesrätin Beate Palfrader mit Gruß- und Lobesworten vertreten sind.

Von außen betrachtet wirkt die Kapelle eher unscheinbar.
  • Von außen betrachtet wirkt die Kapelle eher unscheinbar.
  • Foto: Reichel
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Wer durch Tannheim Berg spaziert, sollte beim nächsten Mal einen Blick in die Kapelle werfen. Dabei bekommt man schöne Malereien, wertvolle Figuren und meisterhafte Stukkarbeiten zu sehen. Letztere, so steht es in der Broschüre, gehören zu den schönsten und besten Arbeiten im ganzen Außerfern. Betreten kann man die Kapelle übrigens nur zu besonderen Anlässen. Ansonsten ist sie aufgrund ihrer wertvollen Ausstattung zugesperrt. Ein Gitter gewährt aber sehr gute Aus- und Einblicke.

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