Ein erfolgreiches Jahr für die Raiffeisenbank Reutte

Dir. Johannes Gomig MBA (Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Reutte), 
Dir. Dr. Johannes Ortner (Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Landesbank Tirol AG), 
Wolfgang Moosbrugger MBA (Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisenbank Reutte), 
Dir. Mag. (FH) Peter Sapl (Geschäftsführer Raiffeisenverband Tirol), 
Dir. Dipl.-Kfm. Ralf Götz (Vorstand der Raiffeisenbank Reutte).
  • Dir. Johannes Gomig MBA (Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Reutte), 
Dir. Dr. Johannes Ortner (Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Landesbank Tirol AG), 
Wolfgang Moosbrugger MBA (Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisenbank Reutte), 
Dir. Mag. (FH) Peter Sapl (Geschäftsführer Raiffeisenverband Tirol), 
Dir. Dipl.-Kfm. Ralf Götz (Vorstand der Raiffeisenbank Reutte).
  • Foto: Raiba Reutte
  • hochgeladen von Evelyn Hartman

REUTTE. Dieser Tage wurde im Veranstaltungszentrum Breitenwang die Generalversammlung der Raiffeisenbank Reutte abgehalten. In dieser treffen sich die obersten Entscheidungsträger der Bank, die so genannten Delegierten, gewählt in den Sprengeln der Teilmärkte Reutte, Lechtal und Zwischentoren. Jeweils ein Delegierter repräsentiert 30 der 2.100 Miteigentümer der Bank.

Ihnen wurde einerseits der Bericht zum Geschäftsjahr 2016 nähergebracht, andererseits wurden sie um ihre Zustimmung zur beabsichtigten Fusion der Raiffeisenbank Reutte mit der Raiffeisenbank Vils ersucht. Die Generalversammlung in Vils hat am Vortag ihre volle Zustimmung hierzu ausgesprochen. Auch die Delegierten der Raiffeisenbank Reutte beschlossen diese Fusion einstimmig. Nun steht der Verschmelzung per 01.01.2017 nur noch die Genehmigung der Finanzmarktaufsicht (FMA) im Wege.

„Die genossenschaftlich organisierten Raiffeisenbanken, die sich über 125 Jahre lang ausschließlich der Schaffung von Nutzen für ihre Mitglieder und Kunden verschrieben haben, werden sich den aktuellen Herausforderungen stellen. Eine davon ist die Kundennähe – sie gehört zu unserem Grundauftrag. Um diese aufrecht zu erhalten, bedarf es auch struktureller Anpassungen“, betonte Wolfgang Moosbrugger, Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisenbank Reutte und seit Juni 2016 Obmann des Raiffeisenverbandes Tirol, vor der Abstimmung.

„Mit dieser Fusion wird das bestehende Geschäftsmodell für die Bevölkerung von Vils nachhaltig sichergestellt. Mit der Verlagerung von Verwaltungstätigkeiten werden wir die Qualität in der Kundenberatung sogar noch steigern können“, ist der Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Vils, Hubert Hosp, überzeugt. Er wird als Leiter der Bankstelle Vils auch weiterhin der zentrale Ansprechpartner vor Ort in Vils bleiben.

Die Verschmelzungsbilanz weist unter Berücksichtigung der Beteiligung an der Tochterbank in der Schweiz eine Bilanzsumme von EUR 678 Mio. aus. Das Kunden-Geschäftsvolumen liegt bei EUR 1,99 Milliarden. Die anrechenbaren Eigenmittel betragen EUR 93 Mio. bzw. 22,7 %, womit die gesetzlich erforderliche Quote um EUR 60 Mio. überschritten wird. Dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von EUR 0,2 Mio. ist die Hauptherausforderung der Raiffeisenbank Reutte zu entnehmen – die Überliquidität. Die auf Girokonten geparkten Gelder der Vermögensanlagekunden sorgen für einen hohen Einlagenstand von EUR 525 Mio., welchem Kredite im Einzugsgebiet der Raiffeisenbank, aber auch im benachbarten Allgäu, im Ausmaß von EUR 314 Mio. gegenüberstehen. Für diesen Liquiditätsüberschuss von EUR 211 Mio. lässt sich angesichts von Minuszinsen bei erstklassigen Anleihen (z. B. österreichische oder deutsche Staatsanleihen) bzw. bei anderen Banken auf Basis des Euribor keine Zinsspanne mehr erwirtschaften. „Von daher wird sich die Bank weiterhin sehr auf eine Prozess- und Kostenoptimierung konzentrieren“, betont Ralf Götz, der für Finanzen, Risikomanagement und Personal zuständige Vorstand.

Bekanntlich besteht die Raiffeisenbank Reutte aus den beiden Geschäftseinheiten „Regionalbank“ mit – nach der vollzogenen Fusion – sieben Zweigstellen im Außerferner Einzugsgebiet und „Private Banking“ mit Standorten in Jungholz und St. Gallen, Schweiz. „Die Geschäftseinheit „Regionalbank“ ist von dieser Minuszinsthematik weniger betroffen, gelingt es ihr doch, die anvertrauten Einlagen ihrer Kunden zur Gänze wieder in Form von Krediten weiterzugeben. Sie darf somit abermals auf ein erfreuliches Jahr zurückblicken“, freut sich Johannes Gomig, der für die Markteinheiten zuständige Vorstandsvorsitzende. So konnte das Kunden-Geschäftsvolumen in der Region angesichts eines Marktanteils von 56 % mit 15.400 Kunden gegen den Trend leicht auf EUR 706 Mio. erhöht werden.

Die politischen Unruhen im Nahen Osten, die Terroranschläge, die Flüchtlingsthematik und die dabei transparent gewordene mangelnde Solidarität in der EU, aber auch die Angst vor den Auswirkungen des Brexit und die US-Wahlen verunsicherten die Finanzmärkte in der ersten Hälfte des Jahres 2016 ungemein. Am Ende des Jahres konnte trotz allem auf eine gute Börsenentwicklung (ATX + 9 %, DAX + 11 %) zurückgeblickt werden. „Das wirkte sich beträchtlich auf unser Private Banking aus, welches erst im letzten Quartal 2016 so richtig in Schwung kam“, so Johannes Gomig. Das Kunden-Geschäftsvolumen in diesem Bereich reduzierte sich leicht um 1,5 % auf EUR 1,25 Milliarden.

„Der auch 2016 fortgesetzte Rückgang bei den Wertpapierprovisionserträgen sorgte schließlich für eine gezielte Reduzierung des Personalstandes im 4. Quartal 2016 von 157 auf 150 Personenjahre“, so Ralf Götz. Aktuell verfügt die Raiffeisenbank Reutte nach weiteren Reduzierungen durch Nichtnachbesetzungen und unter Berücksichtigung der Raiffeisenbank Vils über 144 Personenjahre bzw. 183 Mitarbeiter.

Das Private Banking der Raiffeisenbank Reutte wurde für seine hervorragende Vermögensberatungs- und Vermögensverwaltungsqualität beim größten Test von Finanzverwaltern im deutschsprachigen Europa, dem „Elite Report“ des Handelsblattes, bereits zum 14. Mal in Folge mit dem Titel „Summa cum Laude“ ausgezeichnet.

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