Rudolfsheim-Fünfhaus: Ist ein Sozialmarkt nicht genug?

Alexander Schiel betreibt drei Sozialmärkte in Wien. Weitere Märkte will er jedoch nicht eröffnen.
  • Alexander Schiel betreibt drei Sozialmärkte in Wien. Weitere Märkte will er jedoch nicht eröffnen.
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  • hochgeladen von Christine Bazalka

RUDOLFSHEIM-FÜNFHAUS. 16.306 Euro: So viel Geld hat ein Rudolfsheimer durchschnittlich pro Jahr zur Verfügung. Im Österreich-Vergleich ist das der unrühmliche letzte Platz. Unterstützung für die Bezirksbewohner in Sachen leistbarer Lebensmittel fordert nun ANDAS: Chef Didi Zach hat einen Antrag für einen neuen Sozialmarkt an die Bezirksvorstehung gestellt. Ob das notwendig ist? Einen Sozialmarkt gibt es bereits im Bezirk: jenen vom Samariterbund in der Pillergasse. 150 Rudolfsheimer kaufen dort täglich ein. Laut Leiter Georg Jelenko steigt der Bedarf.

"Unser Sortiment so umfassend zu halten, wird jedoch schwieriger", so Jelenko. Angewiesen ist man in der Pillergasse ausschließlich auf die Spenden von Unternehmen, zugekauft wird nichts. Vor allem Hygieneartikel, länger haltbare Lebensmittel, Obst und Gemüse seien gefragt. Einen neuen Standort kann sich Jelenko für Rudolfsheim vorstellen: "Im Norden des Bezirks würde das Sinn machen."

Antrag wird geprüft

Alexander Schiel, Leiter von drei Sozialmärkten in Wien, sieht die Sache differenzierter: "Der Bedarf steigt, aber Wien ist öffentlich gut vernetzt. Da dürfte es kein Problem sein, zum Sozialmarkt in den Nachbarbezirk zu fahren." Schiel kauft für seine Märkte in Favoriten, Ottakring und der Donaustadt Waren zu. Anders könnte man das Angebot nicht garantieren.

Unterstützung von öffentlichen Stellen bekommt Schiel – so wie alle anderen Sozialmärkte auch – keine. "Wir erhalten uns selbst." Weitere Sozialmärkte will Schiel in Zukunft nicht eröffnen, höchstens die Standorte ausbauen. "Lieber sollte man schauen, dass keine mehr benötigt werden."

Darüber, ob in Rudolfsheim ein neuer Sozialmarkt eröffnet werden soll, entscheidet nun der Bezirk. Erst wenn die Anfrage von SPÖ-Bezirkschef Gerhard Zatlokal positiv beantwortet wurde, kann eine Resolution an die Stadt gestellt werden. Dies kann noch dauern: Zur Beantwortung des ANDAS-Antrags hat Zatlokal bis zur nächsten Bezirksvertretungssitzung am 17. November Zeit.

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