Rudolfsheim-Fünfhaus
Volksschule Friedrichsplatz mit ISB-Stiftungspreis 2026 ausgezeichnet
- Foto: Richard Tanzer
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Der Volksschule Friedrichsplatz in Rudolfsheim-Fünfhaus wurde der ISB-Stiftungspreis für Bildungsinnovation 2026 verliehen – konkret in der Kategorie "Allgemeinbildung: Shared Leadership als gelebte Praxis".
WIEN/RUDOLFSHEIM-FÜNFHAUS. Der mit insgesamt 90.000 Euro dotierte Preis der ISB (Innovationsstiftung für Bildung) würdigt zum zweiten Mal innovative Ansätze, die das österreichische Bildungssystem nachhaltig weiterentwickeln. Mit dem heurigen Preis wurde neben zwei Schulen aus Kärnten und der Steiermark auch die öffentliche Volksschule der Stadt Wien am Friedrichsplatz 5 ausgezeichnet, die den 1. Platz erreichte.
Als Gründe wurden die innovativen Ansätze der Rudolfsheimer Schule unter der Leitung von Christine Stadlmann genannt – die Preiskategorie lautet "Allgemeinbildung: Shared Leadership als gelebte Praxis". Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) überreichte die Preise in den Kategorien Allgemeinbildung und Berufsbildung, WKÖ-Vizepräsidentin Bettina Dorfer-Pauschenwein übergab die Auszeichnungen im Elementarbereich.
Viele Gründe für die Auszeichnung
In der Volksschule am Friedrichsplatz 5 gibt es 335 Schülerinnen und Schüler und dazu 64 Lehrkräfte, 25 Freizeitpädagogen und Freizeitpädagoginnen sowie drei Pflegeassistentinnen und Pflegeassistenten. Die Begründungen für die ISB-Preisverleihung sind folgende:
- Die Volksschule Friedrichsplatz ist eine der innovativsten Bildungseinrichtungen Österreichs.
- Foto: Noemi Heu
- hochgeladen von Matthias Pandrea
• Innovation als Systemleistung: Die Jury würdigte das Zusammenspiel von Haltung, Unterrichtsentwicklung, Führung, Sprachförderung, Inklusion und Kooperation. Die handelnden Personen wirken reflektiert, beweglich und zugleich klar orientiert. Die Auseinandersetzung mit Wellbeing und positiver Psychologie verweist auf ein Qualitätsverständnis, das Leistung, Beziehung und Schulklima zusammendenkt.
• Führung als Ermöglichung: Flache Hierarchien, transparente Kommunikation und geteilte Verantwortung schaffen Handlungsspielräume. Shared Leadership und multiprofessionelle Zusammenarbeit sind gelebte Praxis. Verantwortung wird geteilt, ohne diffus zu werden.
• Inklusion als Grundhaltung: Unterschiedliche Lernvoraussetzungen, sprachliche Hintergründe und Unterstützungsbedarf werden nicht als Sonderfall behandelt, sondern bilden den Ausgangspunkt der gemeinsamen Arbeit. Deutschförderung wird differenziert organisiert, ohne Kinder unnötig lange aus dem Klassenverband herauszunehmen. Förderung und Zugehörigkeit werden bewusst miteinander verbunden.
• Nachhaltige Qualitätsabsicherung: Onboarding neuer Kolleginnen und Kollegen, Fortbildungen, Supervision, abgestimmte Prozesse und klare Routinen sorgen für Verlässlichkeit und geben den Geist der Schule weiter. Zugleich wird sichergestellt, dass die Organisation lernfähig bleibt.
"Innovationen entfalten Wirkung"
„Die ausgezeichneten Schulen zeigen, dass Bildungsinnovation im Alltag funktioniert: mit klarer Haltung, Mut zur Veränderung und engagierten Teams. Entscheidend ist, dass diese guten Beispiele nicht an einzelnen Standorten bleiben, sondern anderen Schulen als Anregung dienen", so Bildungsminister Wiederkehr.
„Die ersten Lebensjahre legen das Fundament für Bildungswege und Berufsbiografien. Die Wirtschaftskammer unterstützt den Elementarbereich daher ganz bewusst. Die ausgezeichneten Kindergärten zeigen, wie viel pädagogische Qualität und Innovationskraft in dieser Bildungsstufe steckt", sagte WKÖ-Vizepräsidentin Dorfer-Pauschenwein.
Auch Bezirksvorsteher Dietmar Baurecht (SPÖ) war bei der Preisverleihung anwesend: "Eine großartige Auszeichnung für die Schule in unserem Bezirk, die mich irrsinnig freut. Zu verdanken ist der Preis vor allem dem tagtäglichen Engagement der Pädagoginnen und Pädagogen, die mit ihrem großen Einsatz für die Kinder vieles möglich machen."
- Die Volksschule Friedrichsplatz befindet sich im 15. Bezirk in der Nähe des Westbahnhofs.
- Foto: Stadt Wien/Christian Fürthner
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„Gute Ideen entstehen in Österreichs Bildungseinrichtungen jeden Tag. Unser Ziel ist, dass sie nicht verloren gehen, sondern geteilt und weiterentwickelt werden. Die Preisträgerinnen und Preisträger leisten genau das. Über die IDEAS-Community und das Hospitationsprogramm geben die prämierten schulischen Einrichtungen ihr Wissen an andere weiter", erklärte ISB-Vorstand Jakob Calice.
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