28.01.2018, 23:18 Uhr

Freinberg startet mit Sturmnachwirkungen ins neue Jahr

Bürgermeister Anton Pretzl mit Kindergartenleiterin Anita Bamberger und HTL-Direktor Josef Karl, den HTL Schülerinnen Stefanie Klaffenböck und Johanna Kreuzer sowie dem Kindergarten-Team.
FREINBERG (juk). Die Schäden nach dem Sturm wirken in Freinberg noch immer nach, wie Bürgermeister Anton Pretzl (ÖVP) am Neujahrsempfang der Gemeinde sagte. Das zweite Jahr in Folge haben in Freinberg hohe außerplanmäßige Kosten durch Naturkatastrophen die Gemeinde und ihren Haushalt belastet. 2016 war sie von einem Hochwasser heimgesucht worden. Allein 2016 lag die Schadenssumme, die die Gemeinde stemmen soll, bei 450.000 Euro. Im August 2017 fegte dann ein Sturm mit 130 km/h über Freinberg. Pretzl kündigte an, um einen Termin bei Landesrat Hiegelsberger zu ersuchen. Zudem verwies Freinbergs Bürgermeister darauf, dass der Gemeinde allein durch die Abschaffung des Pflegeregresses zukünftig 58.000 Euro jährlich fehlen werden.

Erfolgreich abgeschlossen werden konnten 2017 der Bau des neuen Feuerwehrhauses Haibach und der Lagerhalle am Bauhof. Als nächstes Bauprojekt soll die Volksschule in Angriff genommen werden. Im April oder Mai 2018 wird mit dem Abriss und Neubau der Turnhalle begonnen. Pretzl äußerte die Hoffnung, dass die Volksschule Freinberg 2018/19 wieder dreiklassig geführt werden könnte und betonte, dass trotz der aktuellen Klassenzusammenlegung die Förderung der Schüler gewährleistet sei : "Ich verstehe nicht, warum man Kinder nach Passau schickt."

Fördern möchte die Gemeinde 2018 den Bau von Doppelreihenhäusern. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sollen sich im Gemeindeamt melden. Die Neuwidmung von Bauflächen werde in Freinberg zunehmend schwieriger, weil es über 100 Baugründe gibt, die weder bebaut noch verkauft werden. Freinberger, die für ein schnelleres Internet am Ausbau des Glasfasernetzes interessiert sind, sollen ihr Interesse ebenfalls aktiv bei der Gemeinde oder der Energie AG bekunden.

Der Neujahrsempfang war auch die Gelegenheit für Bürgermeister Anton Pretzl, zwei Ehrungen vorzunehmen. Für ihre Initiative im Projekt "Wir bauen eine Sonnenuhr" wurde Kindergartenleiterin Anita Bamberger eine Ehrung zuteil. Sie hatte anlässlich der BezirksRundschau Aktion "Lernen fürs Leben" eine Kooperation mit der HTL Andorf auf den Weg gebracht, in der Kindergartenkinder gemeinsam mit Schülern der HTL eine Sonnenuhr bauten. 2017 wurde das Projekt Landessieger der Aktion in der Kategorie Kindergarten und mit 1.000 Euro Siegprämie dotiert.

Als Gastredner trat HTL Direktor Josef Karl auf. Um dem zukünftigen Fachkräftemangel in Oberösterreich entgegenzuwirken sei es dringend notwendig, mehr Mädchen für MINT-Fächer zu begeistern. Mit dem neuen Zweig Produktdesign an der HTL Andorf möchte man dies Erreichen und Zukunftsthemen der Jugend wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit in der Kunststoffbranche aufgreifen. Projekte wie das mit dem Kindergarten Freinberg seien der beste Weg, um Kinder möglichst früh für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern. 

Ebenfalls geehrt wurde Engelbert Beham für sein langjähriges Engagement in der Imkerei. Der Bienenvater, wie Bürgermeister Pretzl ihn nannte, ist seit Jahren als Obmann des Imkervereins für die nützlichen Insekten im Einsatz. Voriges Jahr stellten die Freinberger Imker einen interaktiven Bienenlehrpfad auf die Beine, dessen Highlight eine multimediale Wabe ist.
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