Medienförderung und Zustellförderung
Ortschefs schätzen MeinBezirk als Informationsquelle
- Jede Woche berichten Redakteurinnen und Redakteure vor Ort aus den Bezirken und Regionen.
- Foto: RMA
- hochgeladen von Roland Weber
Die neue Medienförderung sieht vor, dass Regionalmedien von der Zustellförderung ausgenommen sind.
BEZIRK. Die hitzige Debatte über den Bau der dritten Piste am Flughafen Wien-Schwechat. Die Welle der Hilfsbereitschaft nach einer Anfrage für Kurrentschrift in Gramatneusiedl. Oder auch einfach der wöchentliche Terminkalender über Feste und Kulturangebote. Ohne die Berichterstattung von MeinBezirk würde ein wesentlicher Faktor für das Leben in der Region Bruck-Schwechat fehlen.
Während andere Medien aus der Entfernung berichten, sind unsere Mitarbeiter wöchentlich unterwegs, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen. Die Nachrichten kommen wöchentlich gratis, selbst in die entlegensten Winkeln unseres Bezirks. Nun hat die Bundesregierung in Wien eine Entscheidung getroffen, die unverständlich ist: Für diesen Einsatz sollen kostenlose Regionalmedien keinen Cent aus der neuen Zustellförderung des Bundes erhalten. Kaufzeitungen hingegen werden mit 22,5 Mio. Euro gefördert. Wir haben uns bei Bürgermeistern aus der Region umgehört.
Wichtige Informationen
"Regionale Medien sind das Bindeglied der Vereine, Gemeindevertretung zur Bevölkerung oder Gemeinde und informieren diese, was unmittelbar vor der Haustüre passiert. Die Bevölkerung wird dadurch gut und zeitnah informiert", so Himbergs Ortschef Ernst Wendl (SPÖ). Die Zusammenarbeit mit MeinBezirk sei sehr gut, wichtige Informationen könnten rasch an die Bevölkerung übermittelt werden: "Das schätze ich sehr. Auch wird von Veranstaltungen oft direkt durch anwesende Redakteure berichtet." Wendl könne laut eigener Aussage nicht beurteilen, ob kostenlose Regionalmedien wirklich leer ausgehen: "Die SPÖ-Aussendung lautet anders oder ist in diesem Bereich nicht klar genug. Für mich als Bürgermeister ist es wichtig, dass gerade kostenlose Regionalmedien für die Bevölkerung auch zukünftig erhalten bleiben. Weil vor allem die ältere Bevölkerung aus dieser Quelle einen Großteil ihrer Informationen bezieht."
Gesetzesentwurf überdenken
Fischamends Bürgermeister Thomas Ram (Liste RAM) meint: "Die Regionalmedien sind eine wichtige Informationsquelle sowohl für die Bevölkerung, als auch für Gemeinden, um Informationen an die Bevölkerung weiterzugeben. Das Vertriebssystem von MeinBezirk unterstützt die Weitergabe dieser Information. Thomas Ram plädiert dafür, "dass der Gesetzesentwurf in Bezug auf diese Ausnahmeregelung noch einmal überdacht wird".
Für Moosbrunns Bürgermeister Paul Frühling (ÖVP) leisten die Regionalmedien "einen zentralen Beitrag zur Information der Bevölkerung vor Ort und sind ein wesentlicher Bestandteil der Medienlandschaft." Auch er plädiert dafür, dass man das Gesetz in diesem Bereich nochmals überdenkt.
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