Am Flughafen Wien-Schwechat
Space Factory als Zentrum für Weltraumtechnik eröffnet

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  • Flughafen-Vorstand Günther Ofner mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und ESA Phi-Lab Austria-Geschäftsführer Michael Moll
  • Foto: NLK/Khittl
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Im Rahmen einer Pressekonferenz eröffnete am 24. Juni 2026 Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) gemeinsam mit Flughafen-Vorstand Günther Ofner und Michael Moll, Geschäftsführer des ESA Phi-Lab Austria, die neue Space Factory am Flughafen Wien-Schwechat.

SCHWECHAT. Das ESA Phi-Lab Austria habe sich seit seiner Eröffnung im Jahr 2024 zu einem zentralen Kompetenzzentrum für innovative Raumfahrttechnologien entwickelt. Seither wurden neun Projekte unterstützt, mehr als 50 neue Arbeitsplätze geschaffen und rund 3,6 Millionen Euro an ESA Phi-Lab-Mitteln investiert. Und man hat noch viel mehr vor.

Mit der neuen Space Factory wird das Erfolgsmodell erweitert. Die neue Einrichtung bietet jungen Space-Tech-Unternehmen moderne Entwicklungs-, Prototyping- und Testmöglichkeiten – darunter 3D-Drucksysteme, Elektronik- und Entwicklungsarbeitsplätze, eine Klimakammer sowie einen Reinraum-Arbeitsplatz.

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  • Darunter befinden sich 3D-Drucksysteme, Elektronik- und Entwicklungsarbeitsplätze, eine Klimakammer sowie ein Reinraum-Arbeitsplatz.
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"Wir konzentrieren uns auf jene Felder, in denen wir besser sind als andere und in denen wir auch in herausfordernden Zeiten weiter wachsen können. Dazu zählt vor allem die Luft- und Raumfahrt“, betonte die Landeshauptfrau eingangs. Der Aufbau eines international sichtbaren Space-Ökosystems rund um den Flughafen Wien sei ein zentrales Vorhaben der Wirtschaftsstrategie 2030+. 

Großes internationales Interesse

Mehr als die Hälfte der Bewerbungen in der jüngsten Ausschreibungsrunde des ESA Phi-Lab Austria stammten aus anderen ESA-Mitgliedstaaten, was das internationale Interesse am Standort zeigt. Das Ziel sei klar, unterstrich Mikl-Leitner: „Der Space Hub am Vienna Airport soll zu einem international sichtbaren Innovationsstandort für Space-Tech-Unternehmen und Zentrum für Raumfahrttechnologie werden.“

Flughafenvorstand Günther Ofner sprach von den optimalen Rahmenbedingungen, die der Flughafen zu einer erfolgreichen Entwicklung der Unternehmen am Standort beitragen könne: „Von der Verkehrsanbindung bis hin zum Ökosystem aus Firmen und Akteuren, das hier insgesamt wächst und sich entwickelt.“

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  • Die Space Factory schafft einen einfachen Zugang zu professionellen Entwicklungs- und Testmöglichkeiten.
  • Foto: NLK/Khittl
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Wirtschaftspolitisch sei es künftig vor allem wichtig, dass Österreich mehr in Unternehmensgründungen und wachsende wirtschaftliche Aktivität investiere. „Gerade im Segment der Weltraumwirtschaft haben wir gute Voraussetzungen, um hier aufzuholen“, zeigte sich Ofner überzeugt.

Michael Moll, Geschäftsführer des ESA Phi-Lab Austria, bedankte sich allen voran bei seinem Team, „das jeden Tag darum kämpft, dass aus allen Projekten erfolgreiche Unternehmen werden.“ Zur neu eröffneten Space Factory erklärte er: „Diese schafft einen einfachen Zugang zu professionellen Entwicklungs- und Testmöglichkeiten - so können Innovationen schneller umgesetzt und neue Kooperationen gefördert werden.“

Vier neue Unternehmen

Im Rahmen der Pressekonferenz stellten sich auch die drei neu am ESA Phi-Lab angesiedelten Unternehmen vor. Die Confident Space Technology GmbH, vertreten durch Geschäftsführer Christoph Tscherne, entwickelt Sensoren für Satelliten, die kosmische Strahlung in Echtzeit messen und so frühzeitig vor technischen Ausfällen warnen können.

Patrick Kappl stellte die Fontana GmbH vor, die ein innovatives Kamerasystem entwickelt, das die Verfügbarkeit und Qualität von Erdbeobachtungsbildern verbessern soll. Tenics, vertreten durch Vice President Product & Growth Florian Reger, entwickelt Software für die Steuerung und Überwachung von Satelliten.

Zwar nicht am Standort angesiedelt, aber ebenfalls neu im ESA Phi-Lab Austria vertreten, ist die GG Group (Gebauer & Griller Kabelwerke GmbH), die Kabel und Kabelsysteme für Automobil-, Industrie- und Raumfahrtanwendungen entwickelt, erklärte Projektmanager Joseph Riegler.

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