Menschenhandel: Verein Footprint in der Landstraße hilft Betroffenen

Hannah Gasser ist die Leiterin von Footprint. Sie und ihre Kolleginnen betreuen Frauen, die Gewalt erfahren haben.
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  • Hannah Gasser ist die Leiterin von Footprint. Sie und ihre Kolleginnen betreuen Frauen, die Gewalt erfahren haben.
  • hochgeladen von Elisabeth Schwenter

LANDSTRASSE. Mit den Flüchtenden, die in den vergangenen Jahren nach Österreich gekommen sind, sind auch Menschen gekommen, deren Probleme in der politischen Debatte kaum eine Rolle spielen, obwohl sie viele sind, sehr viele. Es sind Frauen mit schrecklichen Schicksalen: Sie haben Gewalt erfahren oder waren Opfer von Menschenhandel und Prostitution. 

Um diese Frauen kümmert sich der Verein Footprint in der Ditscheinergasse 3. Footprint bietet Hilfe und Unterstützung für all jene Frauen und Mädchen, die in ihrem Leben bereits durch die Hölle gegangen sind. „Frauen und Kinder verschwinden auf Fluchtwegen. Zuerst sind sie irgendwo registriert, dann weiß niemand mehr, wo sie geblieben sind“, erzählt die Leiterin des Vereins, Hannah Gasser. „Hier erfahren manche Frauen oft zum ersten Mal, wie ihr Körper funktioniert. Außerdem bekommen sie Verhütungsmittel und können Gespräche mit Frauenärzten und Hebammen führen“, so Gasser. Denn Sexualität ist ein großes Thema. Die Frauen sind Betroffene von Frauenhandel oder Gewalt, die zum Teil auch länger in der Zwangsprostitution waren und möglicherweise wieder in der Sexarbeit tätig sind.

Trauma und Depression

Sich so aufzuraffen, dass sich die Klientinnen Hilfe holen, das ist der erste Schritt für viele Betroffene. Denn sie sind traumatisiert und oft depressiv. Deutschkurse, Mutter-Kind-Angebote, Exkursionen, Beratung, Begleitung und die Möglichkeit, einfach jederzeit vorbeizukommen und zu reden, das sind die Angebote von Footprint. Dafür würden sich die Footprint-Mitarbeiterinnen auch neue, größere Räume wünschen. Denn hier, in der Ditscheinergasse 3, ist es viel zu eng und die Wände sind feucht. Die Finanzierung ist das größte Problem des Vereins. Die Mitarbeiterinnen sind ehrenamtlich beschäftigt und das Angebot für die Frauen soll weitgehend kostenlos sein.

Aktiv werden

Footprint freut sich über jede Art von Unterstützung. Ob als freiwillige Helfer, Spender von Geld- oder Sachspenden, als Besucher der Vernastaltungen, des Footprint-Clubbings oder der Weihnachtsaktion. Alle Infos zu den Möglichkeiten sich im Kampf gegen Frauenhandel zu beteiligen gibt es auf www.footprint.or.at

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