Corona in Wien
Simmering im Fokus der Forschung

Attoquant-Geschäftsführer Marko Poglitsch im Einsatz für die Mitmenschen.
  • Attoquant-Geschäftsführer Marko Poglitsch im Einsatz für die Mitmenschen.
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  • hochgeladen von Yvonne Brandstetter

Das Wiener Biotechunternehmen Attoquant Diagnostics in der Brehmstraße forscht derzeit an der Entwicklung einer Therapie gegen das Coronavirus.

SIMMERING. Die Corona-Pandemie hat die ganze Welt fest im Griff. Während Ausgangsbeschränkungen und andere Maßnahmen unser aller Leben auf den Kopf stellen und uns vor neue Herausforderungen stellen, wird im Hintergrund eifrig an einer Lösung des Problems gearbeitet.

Eine Firma, die wesentlich an der Suche nach einer Therapie gegen das Virus beteiligt ist, ist das Simmeringer Bioanalytikunternehmen Attoquant Diagnostics in der Brehmstraße. Attoquant bietet eine weltweit einzigartige Technologie zur Messung von Peptiden des Renin-Angiotensin-Systems (RAS) aus Blut und Geweben an. Das Renin-Angiotensin-System ist ein Regelkreis mit Hormonen und Enzymen, Peptide sind organische Verbindungen im Körper. Klingt komplex, ist aber zentral für die Erforschung des Coronavirus.

Untersuchung von Blutproben

Zur Erklärung: Peptide spielen unter anderem für die Regulierung des Blutdrucks und des Wasserhaushalts sowie bei Entzündungen eine bedeutende Rolle. "Attoquant ist spezialisiert auf die Untersuchung von Hormonsystemen im Menschen", erklärt Geschäftsführer Marko Poglitsch. "Das Coronavirus nutzt ein bestimmtes Molekül des Renin-Angiotensin-Systems, um in Menschen einzudringen und an die Oberflächen der Lungenzellen zu binden und diese zu infizieren. Wir untersuchen diese Moleküle."

Im Fokus der internationalen Forschung steht derzeit eine Frage: Wie schafft es das Virus, in die Zellen zu gelangen? "Menschen mit Vorerkrankungen wie auch Bluthochdruck sind besonders anfällig. Das RAS beeinflusst beispielsweise den Blutdruck", sagt der Forscher. Attoquant wird nun Blutproben von Patienten aus Österreich analysieren. "Es wird aber noch dauern, wir brauchen mehr Daten, um sagen zu können, in welche Richtung es geht", so Poglitsch weiter. "Bis zum Abschluss der ersten Studie wird es noch Monate dauern."

"Flächendeckende Testung wäre von Vorteil"

Das klare Ziel: Eine Therapie gegen das Coronavirus zu entwickeln. "Wir haben jetzt die einzigartige Möglichkeit, uns den Status des Systems im Menschen anzusehen. Das Virus wechselwirkt mit dem System. Wir können damit viel über Krankheitsmechanismen lernen und neue Therapieansätze entwickeln", führt Poglitsch aus. Schwierig macht dieses Vorhaben derzeit die aktuelle Situation: "Auch wir leiden an den internationalen Einschränkungen. Unsere Haupt-umsatzquelle ist die universitäre Forschung, aber die Unis fahren ihre Aktivitäten zurück und wir erhalten weniger Proben, Logistik und Administration funktionieren nicht richtig." Derzeit sind neun Mitarbeiter bei Attoquant Diagnostic im Einsatz.

Die Maßnahmen der Bundesregierung sieht Poglitsch äußerst positiv. Einziger Wermutstropfen: "Im Grunde genommen sollte einmal flächendeckend getestet werden. Das lässt sich aber nicht durchführen." Dass uns dieses Virus noch lange beschäftigen wird, steht für den Geschäftsführer außer Frage. "Ich bin aber optimistisch, dass wir unser Ziel mit den gesetzten Maßnahmen erreichen. Mögliche Langzeitfolgen der Infektion werden erst zukünftige Studien klären".

Zur Sache - Umzug nach Simmering

Die Attoquant Diagnostics GmbH befindet sich erst seit Kurzem in der Brehmstraße 14a, übersiedelte vom Standort im Vienna Bio Center im dritten Bezirk hierher. "Wir haben schon länger nach einem geeigneten Standort gesucht, weil wir expandiert haben, und in der Brehmstraße wurde etwas frei", so Pogitsch. "Es handelt sich um ein gut ausgestattetes Gebäude, das perfekte Voraussetzungen für den Laborbetrieb bietet. Wir haben außerdem ausreichend Platz."

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