Wahlwerbung im morgendlichen Chaos: NEOS verteilen Kipferl auf Schulkreuzung

Könnte brenzlig werden: So sah es am Freitagmorgen vor dem GRG 11 aus.
  • Könnte brenzlig werden: So sah es am Freitagmorgen vor dem GRG 11 aus.
  • hochgeladen von Andreas Edler

SIMMERING. Bildung ist der Schlüssel für die Zukunft. So weit, so klar. Doch was, wenn im Wahlkampftaumel die Zukunft von Schülern aufs Spiel gesetzt wird? Wenn Schüler mit Kipferln dazu animiert werden, eine Straße bei roter Ampel zu kreuzen? Dann wird's heikel. Eine mehr als fragwürdige Situation war am Freitag, 13. Oktober, zwei Tage vor der Wahl, in Simmering, vor dem GRG 11 in der Geringergasse, Ecke Kaiserebersdorfer Straße zu beobachten.

7.45 Uhr: der Bus fährt in die Station ein, auf der Kreuzung Geringergasse/Kaiserebersdorfer Straße drängen sich Zehn- bis 18-jährige. Die Gehsteige rund um die Kreuzung sind schmal. Die Kreuzung selbst ist ampelgeregelt. An diesem Tag stehen die NEOS mit einem Wahlkampfstand auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Schule. Direkt an der Kreuzung, direkt an der Ampel, ein paar Meter neben der Busstation. Sie verteilen Kipferl an die Kids. Die Kids finden das toll. Vor allem die Jüngeren reißen sich um die Geschenke.

Die Situation ist dennoch sehr chaotisch: Der Bus, die Eltern, die ihre Kinder zahlreich mit dem Auto in die Schule bringen, die Schülerhorden. Und mittendrin die NEOS, die den Gehsteig blockieren und freudig Kipferl verteilen. Dass hier Sicherheit anscheinend wenig Rolle spielt, wird spätestens dann klar, wenn die Wahlgeschenke munter weiterverteilt werden, obwohl die Kids bei roter Ampel über die Straße laufen.

Nicht verboten, aber....

"Wir dürfen hier stehen, wir machen nichts Verbotenes", so die Antwort auf die Frage, ob dieser Platz, diese Umstände durchdacht seien. Ja, verboten ist das natürlich nicht. Aber wo ist die Grenze zum guten Anstand? Wo die Vorbildfunktion für die Schüler? 

Warum muss das genau dort stattfinden? Das sei gleich bei Öffi-Stationen und damit im morgendlichen Berufsverkehr gut besucht, heißt es seitens der NEOS. Man versuche sich natürlich so zu positionieren, dass man möglichst viele Menschen ansprechen könne.  „NEOS halten sich bei ihren Informationsständen an alle rechtlichen Vorgaben. Es ist selbstverständlich, dass wir dabei auch auf die Sicherheit im Straßenverkehr achten. Menschenansammlungen auf Gehsteigen können wir nicht immer verhindern, versuchen sie aber immer möglichst rasch zu verkleinern", sagt Pressesprecher Gregor Plieschnig. 

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