17.06.2017, 00:00 Uhr

Science Pool verleiht Flügel

Josef Witke (WKW) genießt seinen virtuellen "Flug" am ICAROS Flugsimulator

Spannende Experimente und Hightech lassen nicht nur Kinderherzen höher schlagen

Weil unsere Welt aber nicht nur digital und technisch immer spannender wird, setzt die Simmeringer Initiative Science Pool auch auf analoge Abenteuer und hautnahe lebendige Begegnungen.

Science Pool Gründerin und Leiterin Gerlinde Heil, Dozentin für Didaktik, hat mit ihrem Verein Programme für Schulen entwickelt, die zum Selberforschen und Selbermachen anregen sollen. Sitz des gemeinnützigen Vereines ist seit dreieinhalb Jahren mitten in Simmering, in der Hauffgasse 4.

Der Forscher im Kind

Auf 600 Quadratmetern gibt es dort zahlreiche Mitmach-Stationen, die nicht nur den natürlichen Forschergeist der Kids wecken, sondern die Faszination und Spannung an Wissenschaft und Forschung - und am selbst Kreativwerden – vermitteln sollen. Denn bekanntlich steckt in jedem von uns ein Forscher.

"Das sollte so früh wie möglich passieren, deshalb besuchen wir mit Science Pool und unseren Experimenten regelmäßig auch Kindergärten und Schulen", so Heil. Aus den ursprünglich 13 Mitarbeitern wurden im Laufe der Jahre 135. 3.500 Kinder und Jugendliche werden pro Semester betreut, die Workshopräume, die man buchen kann, besuchen rund 10.000 Kids pro Semester.

Eine Erfolgsstory. Aber warum gerade hier in Simmering? "Weil die Museen weit weg sind und gerade das Angebot für Wissenschaft und Forschung möglichst nah am Lebensraum der Menschen am besten vermittelt werden kann." Und das ganz ohne Berührungsängste.

Flugsimulator in Simmering

Seit September 2016 bringt Science Pool all seine technischen Attraktionen auch Erwachsenen nahe. Dann wird beispielsweise der Flugsimulator ICAROS, der nicht nur den Kids Flügel verleiht, bei Firmenveranstaltungen in Betrieb genommen. „Ein fantastische Erfahrung“, bestätigt auch Josef Witke von der WKW, der bei seinem Besuch im Science Lab mit 3D-Brille einen Flug durch imaginäre Landschaften wagte und sich dabei frei wie ein Vogel fühlte.

Virtuelle Welten werden lebendig

Doch nicht nur das selber Fliegen ist spannend. Oder das Musikmachen an völlig überraschenden "Instrumenten", etwa einer Tesla-Spule und einer Laser-Harp, die mit einem Synthesizer verbunden ist. "Mit diesen Geräten treten wir auch konzertant auf, heuer an der Johann Sebastian Bach Musikschule und im Musikverein." Oder zu beobachten, wie Wasser unsere Welt verändert, demonstriert in einer Art Sandkasten, an dem durch Lichtsignale Wetter simuliert werden kann. Einfach gesagt: Macht man mit der Hand Schatten, simuliert das Gerät Regen und zeigt in den schönsten Farben wie sich die Gebirgsformen im Sand – wie Fraktale am Computer - verändern.

Alle Sinne ansprechen

"Wir wollen alle Sinne ansprechen. Optik, Gehör und die Haptik", so Gerlinde Heil. "Die Kinder arbeiten auch mit Schleimwürmern, gezähmten Blitzen, flüssigen Gasen, produzieren eine fliegende Eierspeis, oder stellen mittels Polymerisation Quallen her, die sie mit nach Hause nehmen können." Ein 12jähriges Mädchen hat sich sogar ein Seilzugsystem für ihren eigenen Water Color Plotter, mit dem man hier malen kann, ausgedacht.

Daneben lädt der hauseigene Mini-Zoo zum Kennenlernen von lebendigen Tieren ein: es gibt Weißbauchigel, Eierschlangen, Agamen, aber auch Insekten. Und dann gibt es noch Walther, den dreibeinigen Therapiehund, mit dem Science Pool einen Kindergarten und eine Volksschule betreut. Und seit Herbst 2015 ein eigenes " Museum der Nerdigkeiten ", das für angemeldete Gruppen auf Anfrage öffnet (www.museumdernerdigkeiten.at). Ganz spannend wird es auch beim "Summer Science" Ferienprogramm, zu dem man sich auch im Rahmen des Ferienspiels online anmelden kann.

Info und Buchungen unter 01/714 15 59, oder office@sciencepool.org, sowie unter www.sciencepool.org und auf Facebook
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