09.01.2018, 15:07 Uhr

U6 Erlaaer Straße bekommt einen zweiten Zugang

Die U-Bahn Station soll einen zweiten Zugang bekommen, denn bald werden in unmittelbarer Nähe 18 neue Wohnungen fertiggestellt. (Foto: Kopf)

Geplant war der Zugang schon lange. Nun hat der Bezirk die Umsetzung einstimmig beschlossen.

LIESING. 180 Wohnungen entstehen hier gerade. Für die Liesinger Grünen ist es "leistbarer Wohnraum mit bester Lebensqualität", für eine Reihe von Anrainern ein "Monster". "In der Wiesen Ost", das Wohnprojekt entlang der Meischlgasse in der Nähe der U6-Station Erlaaer Straße, stand schon oft in der Kritik. Der Bau schreitet indessen voran: Das rund 60 Meter hohe Gebäude soll Platz für 180 Wohnungen bieten.

Sorgenkind Verkehr

Um einem Verkehrschaos entgegenzuwirken, wurden Pläne geschmiedet, den Zugang zum öffentlichen Verkehr zu optimieren. Doch zuletzt schien es nicht mehr sicher, dass die versprochenen Pläne auch umgesetzt werden. Ein zweiter Zugang zur U6-Station Erlaaer Straße wurde vom Verkehrsbüro Käfer geplant, um den zukünftigen Bewohnern des Stadterweiterungsgebietes "In der Wiesen Ost" die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz so einfach wie möglich zu machen. Doch dann ließ die Umsetzung auf sich warten.

Nun ist dieser Zugang – zumindest was den Beschluss in der Bezirksvertretung betrifft – fix. Einstimmig wurde der Antrag, den Zugang Wirklichkeit werden zu lassen, angenommen. Damit sollen die Befürchtungen, dass die große Zahl an neuen Wohneinheiten zu mehr Verkehr und einer Verschärfung der ohnehin schon problematischen Parkplatzsituation führen könnte, entkräftet werden. Auf der nördlichen Seite der U-Bahn-Station soll nun ein neuer Aufgang entstehen.

Druck machen

Man habe aber während der Bautätigkeiten im Stadterweiterungsgebiet bemerkt, dass der zweite Aufgang keinerlei Priorität zu haben scheine, so der Klubvorsitzende der Neos Liesing, Christoph Pramhofer. "Wir befürchten, dass auf die Ankündigungen keine Taten folgen werden. Wir werden Druck machen, denn ein zweiter Aufgang ist notwendig und muss errichtet werden, bevor die neuen Bewohner kommen", so Pramhofer.
Nun liegt es an den Wiener Linien und der Stadt Wien, die von allen Parteien gewünschten Pläne auch umzusetzen. Bei den Wiener Linien selbst kann man zurzeit noch nichts Konkretes zu diesem Thema sagen. "Es laufen noch diverse Gespräche", heißt es auf Anfrage der bz.
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